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SickROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax leidet unter hohe Nervosität

16.12.2014 10:40

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax hat am Dienstag stark geschwankt und rutschte zwischenzeitlich merklich in die Verlustzone. Neben dem weiter fallenden Ölpreis drückten schwache Konjunkturdaten aus Frankreich auf die Stimmung. Der Leitindex setzte bei hoher Nervosität am Markt seine Talfahrt der vergangenen Woche fort und sank zuletzt um 0,05 Prozent auf 9329,66 Punkte. Noch Anfang des Monats hatte der Dax ein neues Allzeithoch bei rund 10 093 Punkten erklommen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen büßte 0,76 auf 16 034,91 Punkte ein. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,09 Prozent auf 1289,91 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab 0,90 Prozent ab.

HEXENSABBAT AM FREITAG WIRFT SCHATTEN VORAUS

“Für das Tempo der Abwärtsbewegung dürfte außerdem der große Verfall an den Terminbörsen eine große Rolle spielen”, sagte Händler Detlef Glatz von der Wertpapierhandelsbank MWB Fairtrade. An diesem Freitag ist wieder der sogenannte Hexensabbat. Dann verfallen an den Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktien und Aktienindizes. Das bekommen die Aktienmärkte oft vorher schon zu spüren: Die Nervosität steigt, die Kurse schlagen kräftiger aus.

Vor der nun in Kürze anstehenden Veröffentlichung der ZEW-Konjunkturerwartungen zogen im Dax zunächst die Aktien der Deutschen Telekom Aufmerksamkeit auf sich. Der Bonner Konzern und sein französischer Partner Orange hatten bekanntgegeben, ihr britisches Mobilfunk-Geschäft Everything Everywhere (EE) an den Telekommunikationskonzern BT Group verkaufen zu wollen. Es seien “exklusive Gespräche” zwischen den drei Partnern vereinbart worden, die sich um einen Kaufpreis von 12,5 Milliarden Pfund (15,5 Mrd Euro) drehten, hieß es. Die T-Aktie hielt sich im schwachen Markt stabil bei 12,48 Euro.

METRO NACH ZAHLENVORLAGE SEHR SCHWACH

Der Handelskonzern Metro kehrte im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurück und will nun wieder eine Dividende zahlen. 90 Cent je Aktie sind für das Ende September ausgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 vorgesehen. Die Ausschüttung fällt damit etwas höher aus als von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten. Im Vorjahr hatte der Konzern die Dividende wegen eines Verlusts gestrichen. Der Aktie half dies dennoch nichts: Sie büßte nach der Vorlage der Jahresbilanz 3,73 Prozent ein.

Die Papiere der Gea Group litten unter einer negativen Studie der UBS und büßten am MDax-Ende annähernd 3 Prozent ein. Der Markt sollte die Wachstumsaussichten des Anlagen- und Maschinenbauers nicht als selbstverständlich voraussetzen, schrieb Analyst Sven Weier. Die Auftragslage in der größten Unternehmenssparte Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie sowie die pharmazeutische und chemische Industrie dürfte ihren Höhepunkt erreicht haben./ck/das

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