Börse in Frankfurt vor dem ersten Mai

 

 

 

Die Bären kommen aus der Höhle - Es wird langsam ungemütlich an der Börse

Die Bären kommen aus der Höhle – Es wird langsam ungemütlich an der Börse

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) – Der Dax hat sich am Donnerstag doch noch berappelt. Zunächst sah es nach einer Fortsetzung der Talfahrt vom Vortag aus, doch dann fing sich der deutsche Leitindex. Zum Handelsschluss gewann das Börsenbarometer 0,19 Prozent auf 11 454,38 Punkte. Für die wegen des 1. Mai verkürzten Handelswoche steht allerdings ein kräftiges Minus von 3 Prozent auf der Kurstafel. Auf Monatssicht büßte der Dax sogar mehr als 4 Prozent ein.

Der MDax für die mittelgroßen Werte verlor am Donnerstag 0,13 Prozent auf 20 316,55 Punkte, während der TecDax um 0,07 Prozent auf 1605,93 Punkte vorrückte. Unterstützung für die Kurse kam am Nachmittag aus den USA: Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf ein 15-jähriges Tief.

“Die Daten haben den Dollar wieder gestärkt und das begünstigte den Dax”, sagte Marktexperte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Ein schwacher Euro hilft den exportorientierten deutschen Firmen, weil auf den außereuropäischen Märkten die Produkte dann günstiger werden.

Ansonsten mussten die Anleger eine große Menge an Quartalsberichten verarbeiten: Fresenius-Aktien ragten am Donnerstag an der Dax-Spitze mit einem Plus von 4,07 Prozent hervor. Der Medizinkonzern profitiert länger als erwartet von Lieferengpässen der US-Konkurrenz – und schraubte seine Gewinnerwartung nach oben.

Gute Stimmung herrschte auch bei den Aktionären der Deutschen Börse . Das Unternehmen profitierte vom lebhaften Handel an den Finanzmärkten und hob nach einem starken Jahresauftakt seine Prognosen an. Die Aktien verteuerten sich um 2,75 Prozent.

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer blickt nach einem robusten Jahresstart ebenfalls optimistischer auf das laufende Jahr. Die Papiere legten zunächst deutlich zu, reduzierten zum Handelsende aber ihren Gewinn auf nur noch 0,70 Prozent.

Ein verhaltener Jahresbeginn bei der BASF gab den Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns nur leichten Auftrieb. Mit deutlichem Plus gestartet, fanden sie im Verlauf lange keine klare Richtung und standen zeitweise sogar klar im Minus. Mit plus 0,46 Prozent beendeten sie schließlich den Handel. Operativ lagen die Geschäftszahlen der Ludwigshafener über den Erwartungen der Analysten.

Der EuroStoxx 50 notierte bei einem Minus von 0,04 Prozent auf 3615,59 Punkte praktisch unverändert. Der Pariser Cac-40-Index sowie der Londoner FTSE-100-Index verzeichneten moderate Kursaufschläge, während der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss leicht im Minus stand.

Am deutschen Rentenmarkt sprang die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,19 Prozent am Vortag auf 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,42 Prozent auf 139,85 Punkte. Für den Bund-Future ging es um kräftige 0,63 Prozent auf 156,73 Punkte nach unten. Der Euro fiel beim Kurs von zuletzt 1,1166 wieder unter den von der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag festgesetzten Referenzkurs von 1,1215 (Mittwoch: 1,1002) Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8917 (0,9089) Euro./ajx/stk

— Von Achim Jüngling, dpa-AFX —

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