Sonntags shoppen im prallen Leben

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Frankfurter Thaler von 1863

Die meisten Menschen haben Sonntags Zeit zum Shoppen. Das Frühstück mit der Familie  oder das Mittagessen ist erledigt und der Nachmittag steht an. Für manche ein Anlass zum Spazieren gehen, wenn das Wetter mitspielt, oder  für andere Familienaktivitäten, aber auch Zeit um zurück gestellte Einkäufe zu erledigen.

Das Fernsehprogramm ist auch kein Anreiz, also geht es vor den Bildschirm zum Einkaufen. Online ist das Schlagwort, denn “richtig einkaufen” geht ja nicht. Entweder die Gewerkschaften oder der von den Kirchen vorgeschriebene Familientag verhindern das.  Jesus konnte seine Einkäufe bestimmt noch ohne Computer direkt beim Händler machen. Und wenn die Gewerkschaftsbonzen keine Ehefrauen hätten die sich während der Woche durch volle Kaufhäuser schleppen, bliebe so manch ein Hemd oder eine Krawatte ungekauft.

Es wäre natürlich möglich auch Sonntags, zusammen mit der Familie einkaufen zu gehen, aber das ist ja nicht erlaubt.

Während der Zeit die ich mit meiner Familie, Frau, Tochter, Hund und Katze, in New York  verlebte, war Sonntags der Tag des Einkaufs. Nicht unbedingt Lebensmittel, die konnte man ja an anderen Tagen noch abends kaufen, sondern der Tag der Schuhe, Hemden, Jacken und was man so im Haushalt benötigt. Das lief so ab, dass wir Sonntags in der City frühstückten, meistens Pancakes oder manchmal Eier, dann eventuell den Flohmarkt auf der Westside besuchten und danach ging es entweder in ein großes Kaufhaus oder ein Shopping Center, wo auch alle großen Kaufhäuser eine Niederlassung hatten.  Nachmittags dann noch ein wenig Sightseeing und dann nach Hause zum Abendessen.

Was ist denn nun Familien feindlicher? Der Tag mit der Familie beim Einkaufen oder der Tag vor dem Computer?

Ich glaube ich kenne die Antwort der Einkaufsgegner an Sonntagen: Aber die Angestellten die konnten nicht einkaufen gehen mit ihrer Familie, die mussten arbeiten, damit ich einkaufen konnte, zusammen mit der Familie.

Meine Meinung ist, überlasst doch das den Betroffenen selbst. Wer Sonntags arbeiten möchte, der soll arbeiten, und wer nicht, der bleibt zu Hause. In Amerika haben viele Arbeitnehmer 2, 3 oder sogar 4 Jobs. Damit es reicht zum Shoppen. In Deutschland spricht man lieber über die Armut. So heute gesehen in einer großen Zeitung. Die Armut sei größer in bestimmen Regionen. Städte werden verglichen mit ländlichen Regionen. Ich möchte nicht darauf eingehen, ich sehe mehr Sinn drin etwas gegen die “Armut” zu unternehmen, indem die bürokratischen Hürden beseitigt werden und der Bürger weniger gegängelt wird.

Mein Frankfurter Thaler steht für die Freiheit Geld zu verdienen, und es dann ausgeben zu dürfen wenn der Besitzer es möchte. Wo und wann er es möchte.

Die Bürger schicken sich momentan wieder einmal an die Kirchen zu verlassen, monetäre Gründe sind der Anlass, vielleicht täte uns auch einmal eine virtuelle Gewerkschaft gut, eine die man per Mausklick abschalten kann. Jesus hätte bestimmt nichts dagegen.

Schönen Sonntag.

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