Börse Frankfurt am Dienstag

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FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Griechenland-Krise sorgt weiterhin für große Nervosität am deutschen Aktienmarkt. Der Leitindex Dax hat seinen Stabilisierungsversuch im frühen Handel am Dienstag erst einmal abgebrochen: Er rutschte am Morgen mit 0,33 Prozent ins Minus auf 11 398,12 Punkte.

Europas Spitzenpolitiker suchten fieberhaft nach einer Lösung für das pleitebedrohte Griechenland, sagte Analystin Antje Laschewski von der LBBW. An der Börse löse dieses alles beherrschende Thema stärkere Kursschwankungen aus. Die Arbeitslosenzahlen aus Deutschland bewegten den Markt dagegen zunächst nicht.

Der MDax der mittelgroßen Werte behauptete sich am Morgen mit 0,23 Prozent im Plus bei 20 671,67 Punkten. Der Auswahlindex für Technologiewerte, der TecDax , legte um 0,29 Prozent auf 1702,50 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit minus 0,02 Prozent auf der Stelle.

Im Fokus blieben auch die Schwankungen des Euro. Die Gemeinschaftswährung zog zum US-Dollar mit zuletzt einem Viertel Prozent ins Plus, was die Stimmung an den Börsen aktuell etwas belastet. Ein stärkerer Euro verteuert Waren aus der Eurozone im Ausland. Händler sprachen von einer ansonsten dünnen Nachrichtenlage.

KAUM NACHRICHTEN VON UNTERNEHMEN

Analystenstudien sorgten für stärkere Bewegungen bei Einzelwerten. Die Bayer-Aktie zählte mit minus 0,88 Prozent auf 129,15 Euro zu den größten Verlierern. Analystin Odile Rundquist von der Baader Bank sieht nur noch begrenztes Potenzial für die Papiere des Pharma- und Pflanzenschutzkonzerns und stufte das Papier deshalb ab. Bayer ist im Dax der am schwersten gewichtete Titel und belastete den Leitindex. Die Vorzüge von Henkel verbilligten sich am Dax-Ende um 1,13 Prozent.

Lanxess-Aktien erholten sich dagegen etwas von ihrem Kursrückschlag der vergangenen Handelstage. Einer Studie der französischen Großbank Societe Generale lenkte die Aufmerksamkeit auf das Papier. Analyst Thomas Swoboda erhöhte sein Kursziel für die Aktie des Spezialchemiekonzerns von 44 auf 47 Euro. Er blieb aber bei seiner Verkaufsempfehlung: Das Papier sei zu hoch bewertet.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat zwar ihr Kursziel für die Deutsche Annington nach Quartalszahlen von 30,20 auf 31,00 Euro und damit rund 50 Cent über den Schlusskurs gehoben, ließ die Einstufung für den Immobilienkonzern aber aus Bewertungsgründen auch auf “Sell”. Die Analysten des Investmenthauses Kepler erhöhten ihr Kursziel für die Aktie, die 0,57 Prozent zulegte. Das Bankhaus Lampe empfiehlt LEG Immobilien neu zum Kauf. Das verhalf den Papieren zu einem Plus von 1,46 Prozent. Sie standen an der MDax-Spitze./fat/das

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