Die “Steuerkaribik” liegt auch in Eschborn

 

 

Steuerpaten gibt es überall, nicht nur in Luxemburg sondern auch in Eschborn

Steuerpaten gibt es überall, nicht nur in Luxemburg sondern auch in Eschborn

Steuerparadiese gibt es überall. Nicht nur auf den englischen Inseln, in der Karibik, in Luxemburg oder auf Mauritius. Nein, auch in Deutschland, im Schatten der großen Städte mit hohen Gewerbesteuerhebesätzen.  So zum Beispiel in Eschborn bei Frankfurt, aber auch in Neu-Isenburg oder anderen kleinen Gemeinden. Eschborn übertreibt das System indem es Hebesätze von 280 Punkten anbietet. 2.700 Unternehmen haben sich in diesem Frankfurter Speckgürtel angesiedelt da dieser Satz viel günstiger ist als über die Stadtgrenze in Frankfurt. Dort werden 460 Punkte angesetzt.

Zwar streitet Eschborn ab, daß es sich um System handelt aber wer soll das glauben? Der Hessische Rundfunk hat in einem vor kurzem gesendeten Beitrag Beispiele gezeigt die dies belegen. Briefkastenfirmen wie in der Karibik sind hier gang und gebe. Als ich noch aktiv in der Wirtschaft tätig war und in den 80 Jahren ein mittelgroßes Unternehmen in Frankfurt gründen wollte, legte ich im Endeffekt den Firmensitz nach Neu – Isenburg. Zusätzlich zum attraktiven Hebesatz konnte die Stadt noch mit Flughafennähe locken, dies war für mein Unternehmen auch von großer Wichtigkeit. Aber, der Gewerbesteuerhebesatz war von allergrößter Bedeutung.

Eschborn ist es sogar gelungen die Frankfurter Börse zu locken. Der Druck zum Kostensparen war sehr groß auf das Management und die Gewerbesteuer spielte eine große Rolle, konnte man in der Zeitung lesen.

In kleinerem Umfang findet dies regelmäßig statt und die Stadtverwaltung kann das nicht länger verschleiern.

Mein Vorschlag, EINGEMEINDEN! Und die Verantwortlichen wegen Steuerverknappung im Land Hessen, zur Rechenschaft ziehen. Dem Ulli Hoeneß wäre ein wenig mehr Gerechtigkeit gezollt.

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