Die Nidda wird renaturiert

 

 

Hausener Wehr

Hausener Wehr

Mit dem Umbau des Hausener Wehrs geht die Stadt Frankfurt einen weiteren Schritt in Richtung komplette Renaturierung des Flusses Nidda. Das Wehr in Höchst ist bereits umgebaut und an den Plänen für das Sossenheimer Wehr wird gearbeitet. Die notwendigen Gelder für den Umbau des Wehrs in Hausen wurden nun bereitgestellt.

Immerhin sind dies 340.000 Euro. Dafür allerdings erhält der Fluß an einer seiner häßlichsten Stellen wieder einen natürlichen Verlauf. Dies hilft allen Fischen die Nidda in beiden Richtungen zu beschwimmen und gibt dem Bürger einen naturnahen Flußabschitt zurück.

In den zwanziger Jahren hat man an dieser Stelle das Wehr gebaut und die Nidda in einen Betonkanal eingezwängt. Der Grund lag auf der Hand, Hochwasser. Das Wasser der Nidda trat vor der Regulierung regelmäßig über seine Ufer und überschwemmte einen großen Teil von Alt Hausen, das dann nur noch mit Booten erreichbar war. Steinrampen sollen dies in Zukunft verhüten. Allerdings wird man mit der niedrigen Brücke der A 66 an dieser Stelle leben müssen.

In direkter Nachbarschaft liegt ein Vogelschutzgebiet und auf der anderen Flußseite der Hausener Friedhof.

Mit dem Verschwinden des Wehrs verschwindet auch die Gefahr des Ertrinkens für Schwimmer. An dieser Stelle sind schon sehr viele Schwimmer ertrunken die sich überschätzten und an dieser Stelle baden wollten. Auch war in den 50 Jahren das Wehr eine “beliebte” Stelle für weibliche Selbstmörder.

Die Angler werden es der Stadt danken, daß der Fluß zukünftig eher an die Isar in München erinnert als an das bisherige Betonungetüm.

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