IAA – So erlebt sie der Frankfurter – Tut das weh!

 

 

IAA - Internationale Automobilausstellung in Frankfurt

IAA – Internationale Automobilausstellung in Frankfurt

Ja es ist wieder einmal soweit. Die IAA hat heute mit 2 Journalisten Tagen begonnen und der sonst so stolze Frankfurter überlegt sich ob er nicht die Grippe nimmt oder doch noch schnell einen Last Minute Urlaub bucht.

Die Zeiten als man als Junge, oder Mädchen, über den Zaun kletterte und abends stolz mit all den gesammelten Abzeichen nach Hause kam sind lange vorbei. Die Jungs von damals sind heute eingebunden in das normale oder unnormale Berufsleben in und um Frankfurt und haben eigentlich keine IAA mehr im Sinn. Die wenigsten Frankfurter freuen sich auf diese Messe, die meisten unserer Mitbürger haben einen Horror vor dem Verkehr. Viele sind noch im Urlaub, die Cleveren.  Gestern noch morgens gemütlich mit dem Auto durch Frankfurt gerollt, heute morgen im Stau den Verkehrsnachrichten und den Verzögerungen auf Frankfurts Straßen gelauscht. Heute sprechen die wenigsten Verkehrsmeldungen von den Längen der Staus, nein die Computer rechnen auch gleich die Verzögerung in Minuten auf den einzelnen Strecken, im Vergleich zu “Nicht – IAA” Zeiten aus.

Das hört sich gleich viel professioneller an, fast so wie im New Yorker Verkehrsfunk. “30 minutes delay on the Long Island Expressway”, take alternative routes if you can. So oder ähnlich klingt das doch und nun hören wir auf Antenne Frankfurt, dem Sender für die Weltstadt Frankfurt und für die Metropolitan Area: ” Auf der A 66 müssen Sie mit 8 Minuten Verspätung rechnen, klingt doch gut. Fast so toll wie in New York, der anderen Weltstadt.

Weshalb aber müssen so viele Besucher der IAA mit dem Auto nach Frankfurt kommen? Haben die Fahrer etwa Angst in den Zügen der Bundesbahn auch die vielen Flüchtlinge treffen die auf dem Weg in die Metropolen Deutschlands sind? Das ist wohl nicht so denn das IAA Verkehrschaos haben wir schon seit Jahren in Frankfurt. Es ginge natürlich anders. Mit dem Zug zum Hauptbahnhof und laufen oder mit der U – Bahn direkt zum Eingang. Oder mit dem Flieger nach Frankfurt und dann die U – Bahn. Es gibt viele Möglichkeiten. Aber wozu denn? Am besten mit dem eigenen Auto, natürlich nur eine Person in der Karre und dann durch das nahe Westend, das Bahnhofsviertel oder wo auch immer Frankfurter wohnen, leben und arbeiten und versuchen einen Parkplatz zu ergattern. In Gegenden wo es auch ohne IAA schon keine Parkplätze gibt macht es besonders Spaß als Anwohner nach Hause zu fahren, wenns denn mal gelingt. In den Staus tauchen jetzt nicht nur die Typen von außerhalb auf mit den Kennzeichen MTK, HG, LIM, DA, GG und sogar OF, nein, denen wird jetzt Konkurrenz gemacht von den S, M, N, HH, H, DD. L, MG, K und wer weiß von wo noch.

Natürlich sind wir in Frankfurt auch stolz auf unsere IAA. Jeden Tag in den Nachrichten, Mutti Merkel kommt um die Show mit Herrn Wissmann zu eröffnen, tolle und neue Modelle flimmern über den Bildschirm, das Auto soll ja jetzt total digitalisiert werden, was immer das auch im Alltagsbetrieb bedeutet. Die Techniken der Zukunft werden vorgestellt, Autos brauchen kein Benzin oder Diesel mehr, man kann auch die Steckdose anzapfen, Autos sollen sogar alleine fahren ohne unser Zutun. Heißt das in Zukunft kommen nur noch die Autos nach Frankfurt ohne die Fahrer, treffen sich auf den grossen IAA Parkplätzen und tauschen sich aus, über ihre früheren Fahrer und was die so in den Autos treiben denn sie müssen ja nicht mehr fahren. Oder beschließen selbsttätig durch welches Modell sie ersetzt werden wollen und ob es nicht gleich ganz ohne Fahrer geht.

Na ja, in Sachsenhausen werden die Autos bestimmt nicht mit Ebbelwoi und Rippchen bedient, das wäre ja noch schöner. Keine Umsatz mehr in Frankfurts Gastronomie, keine Übernachtungen in den Hotels. Nur volle Parkplätze und wir steckten immer noch im Stau wenn wir nach Hause wollen.

Wir wollen ja nicht zuviel meckern. Wir lieben ja unsere Autos und außerdem ist es doch geil jeden Tag in Funk und Fernsehen zu hören was wir doch für eine kaputte Infrastruktur in Frankfurt haben und daß schon wieder 4 Kleinwagen in Frankfurter Schlaglöchern auf nimmer wiedersehen verschwunden sind. Hoffentlich waren das Kleinstwagen aus Offenbach. Die brauch eh bald keiner mehr denn die Städte wollen ein Wassertaxi einsetzen. Für wen denn? Wer fährt denn freiwillig nach Offenbach? Was will er da? Oder gibt es da Parkplätze? Dann nichts wie hin. Wir können ja auch einmal im Auto schlafen wenn wir es nicht nach Hause schaffen. Wenn der Verkehr dann weit nach Mitternacht abflaut fährt unser Auto uns auch alleine nach Hause und weckt uns dann vor der Haustür. Dann parkt es sich selbst. Und wenn dies nicht gelingt, ja dann sprengt es sich selbsttätig in die Luft. Selbstvernichtung ist dann die einzige Alternative. Kopra übernehmen Sie. Den Schrott sammelt dann der Trödeltrupp von RTL 2 morgens ein bevor die neue Runde beginnt.

Bis zur nächsten IAA. Bis 2019 sind die Verträge unterschrieben und man will noch länger bleiben.

Hallo IAA - Wir lieben Dich!

Hallo IAA – Wir lieben Dich!

Dieser Beitrag wurde unter Bürger, Kommentar veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.