Frankfurter Weihnachtsspezialitäten

Über die Bet(h)männchen, eine sehr bekannte Marzipan Spezialität haben wir ja schon berichtet (Der Dippegucker), die Brenten, ein Marzipankuchen ist ebenfalls sehr bekannt. Diese wurden in Holzmodeln gebacken. Früher hatten diese Modeln eine Größe von bis zu 2 Metern. Es war ein ausgesprochenes Frankfurter Patriziergebäck für die Weihnachtszeit. Man weiß, wie gern sich Goethe von seiner Mutter damit beschenken ließ. Zur echten Volkstümlichkeit war es allerdings nie billig genug. Und es fehlte ihm wohl auch der richte Name dafür. Hier schwieg die gelobte Fantasie der Frankfurter.

Der dritte im Bunde der Weihnachtsleckereien war die Quittenpaste und die Quittenwurst. Ohne sie war einst kein Weihnachten für den Frankfurter. Jetzt findet man sie nur noch hier und da, es war einst auch eine Züricher Spezialität. Dort gibt es auch noch 2 Bäcker die diese noch regelmäßig herstellen.

Hier ein Rezept aus alter Zeit:

Quittenpaste und Weihnachtsfest

Quittenpaste und Weihnachtsfest

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Quitten – Würstchen

Quittenmus und Zucker 1:1 zu steifer Marmelade kochen, mit geriebenen Mandeln, Orangenschale, Zimt und Nelken würzen. Masse in gereinigte (Schafs) Därme füllen, fingerlang mit roten Bändchen abbinden und diese kleinen Würstchen aufgehängt am Ofen trocknen. (In der Schweiz waren solche Würstchen früher Weihnachtsbaumbehang.)

Leider haben wir keine Abbildung eines Quittenwürstchens, sondern nur von der Quittenpaste.

Eine schöne Adventszeit wünschen wir.

 

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