Mörderische Teufelsaustreibung im Frankfurter Hotel Interconti

 

Flagge von Süd Korea

Flagge von Süd Korea

In einem Frankfurter Hotelzimmer ist die Leiche einer 41 jährigen Frau gefunden worden, die das Opfer einer Teufelsaustreibung geworden sein soll. Fünf Menschen wurden festgenommen. Eine 44-jährige, ihr Sohn, ihre Tochter und 2 weitere 15 – jährige aus Korea sollen die Frau laut Staatsanwaltschaft gefesselt und geschlagen haben. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Einer der 15 – jährigen ist der Sohn der Getöteten. In einem von den Beschuldigten gemieteten Haus in Sulzbach wurde später ein zweites mögliches Opfer, eine verletzte Frau gefunden.

Das Mittelalter läßt grüßen.    Teufel

Im Mittelalter war Exorzismus in der katholischen Kirche gang und gäbe. Es gibt ihn auch heute noch, allerdings unterliegt er strengen Auflagen. Zum Exorzismus gehören das Besprengen mit Weihwasser, die Anrufung Gottes und das Handauflegen. Nach den Vorschriften der Kirche darf die „Teufelsaustreibung” nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Ortsbischofs durch einen Priester vorgenommen werden, „der sich durch Frömmigkeit, Wissen, Klugheit und untadeligen Lebenswandel auszeichnet”. Zuvor müssen medizinische oder psychiatrische Behandlungsmöglichkeiten genutzt werden.

lm Frankfurter Fall waren waren Teufelsaustreiber und Opfer Koreaner. In dem asiatischen Land gibt es noch Exorzismus, „da hier Religionsfreiheit herrscht und der Exorzimus Bestandteil der in Korea zu findenden Religionen wie den verschiedenen Richtungen des Christentums ist. Strafbar wird er nur, wenn es dabei zu Todesfällen kommt” – so heißt es auf der Internetseite von „KBS World Radio”, dem einzigen fremdsprachigen Rundfunkprogramm Koreas. Dort werden auch Exorzimus-bezogene Todesfälle genannt, die unter Koreanern, jedoch nicht in Korea selbst verzeichnet wurden:

So sei z.B. 1995 Ha, Kyung-A in San Fancisco durch die Anhänger der Jesus-Amen Ministries gestorben. 1996 habe es in Glendale (Kalifornien) die Koreanerin Chung, Kyung-Jae getroffen: Der Exorzimus war von ihrem Mann, einem Priester, und den Mitgliedern der Koreanischen Methodistenkirche von Glendale durchgeführt worden.

Als spektakulär wird der Fall der 37-jährigen koreanischen Theologiestudentin Joanna Lee bezeichnet, die im Dezember 2001 in Neuseeland den Folgen eines Exorzismus-Rituals erlegen sei, das der in Korea vorbestrafte Gründer der Lord of Alls Church, Luke Lee, durchgeführt habe. Die Sekte sei mittlerweile aufgelöst worden.

Fünf Menschen wurden festgenommen. Eine 44-jährige, ihr Sohn, ihre Tochter und zwei 15-jährige aus Korea sollen die Frau laut Staatsanwaltschaft gefesselt und geschlagen haben. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Einer der 15-jährigen ist der ohn der Getöteten.

In einem von den Beschuldigten gemieteten Haus in Sulzbach (Main-Taunus) wurde später ein zweites mögliches Opfer – eine verletzte Frau – gefunden.

“Alle Festgenommenen stammen aus Korea”, sagte eine Sprecherin der  Frankfurter  Staatsanwaltschaft.

“Gefühllose und unbarmherzige Gesinnung”

Nach ersten Ermittlungen sollen die fünf am vergangenen Samstag der vermeintlich von Dämonen besessenen 41-Jährigen immer wieder auf den Bauch und den Brustkorb geschlagen haben.

“Nach derzeitigem Kenntnisstand fügten die Beschuldigten dem Opfer über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden Schmerzen und Qualen zu, wobei ihr Handeln von einer gefühllosen und unbarmherzigen Gesinnung getragen war”, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Um die Schreie der Frau zu unterdrücken, stopften sie ihr ein Handtuch in den Mund. Die Frau erstickte schließlich. Ihr Körper war von Hämatomen übersät. Ob die Tat auf Verlangen geschah, war nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zunächst unklar. Die Leiche wurde bereits am Samstag entdeckt. Warum niemand früher etwas mitbekam, ist unklar. Auch wer die Leiche entdeckte, wollte die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen.

Mögliches zweites Opfer in Garage gefunden

Im Zuge der Ermittlungen fanden die Behörden auch noch ein mögliches zweites Opfer. In einem Haus in Sulzbach im Taunus entdeckten sie eine verletzte Frau. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war sie unterkühlt und dem Verdursten nahe. Das Haus hatten die mutmaßlichen Exorzisten gemietet, wohnten dort aber nur sporadisch.

Die inzwischen inhaftierten Verdächtigen hatten die Ermittler selbst auf die Spur der Verletzten gebracht. Auch sie solle zu der Familie gehören. Die genauen Hintergründe dieses Falles blieben zunächst unklar.

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