Bremen:Frankfurt 1:0 – Bremen gewinnt Nachsitzerduell

 

Fieberkurve von Eintracht Frankfurt Saison 15/16

Eintracht Frankfurt muß in der Saison 15/16 nachsitzen. Das hochbrisante und aufregende Spiel wurde von Bremen gewonnen, obwohl Frankfurt das ersehnte Unentschieden fast über die Zeit gerettet hätte.

Frankfurt spielte anfangs der Partie ordentlich mit und hatte die beiden besten Chancen des Spiels Ben Hatira und Hasebe verfehlten knapp durch zwei Glanzparaden von Wiedwald den vormals unsicheren Protagonisten im Bremer Tor. Danach allerdings schien die Eintracht sich immer mehr auf ein Unentschieden einzustellen und ließ sich von der wild stürmenden Bremer Mannschaft in die eigene Hälfte drängen. Man konnte direkt spüren, daß jederzeit ein Bremer Tor fallen könnte, so vehement stürmten die Grünweissen von der Waterkant Richtung Frankfurter Kasten.

Frankfurt versuchte sich kaum in Entlastungsangriffen sondern beschränkte sich auf die Verteidigung da ja ein Unentschieden reichte.

Obwohl die Bremer keine Zwischenstände aus anderen Stadien bekannt geben wollten, konnten sie sich nicht zurückhalten beim ermutigen 1:0 und dann 2:0 für Wolfsburg gegen Stuttgart. Danach war Stuttgart abgestiegen und die Partie mutierte zu einem Relegationsgipfel. Mit dem besseren Ende für Frankfurt denen ein 0:0 reichte um sich für den direkten 15. Platz zu qualifizieren.

Hätte, hätte Fahrradkette!  Sich nur auf das Verteidigen zu verlegen, war unter dem Strich im Abstiegsendspiel beim SV Werder zu wenig. Das späte 0:1, als der aufgerückte Verteidiger Papy Djilobodji den Ball über die Linie grätschte, den der eingewechselte Stürmer Anthony Ujah Richtung Tor befördert hatte, kam nach 88 Minuten als logische Strafe daher.

Die Selbstüberzeugung, die entscheidende Phasen der vergangenen Begegnungen gegen den FSV Mainz 05 (2:1), Darmstadt 98 (2:1) und Borussia Dortmund (1:0) geprägt hatte, war nicht vorhanden. “Wir haben die Bälle nicht festgemacht, wir haben keine Entlastung hinbekommen. 90 Prozent der Bälle sind bei den Bremern gelandet und dann ist eine Welle nach der anderen auf unser Tor gerollt. Es gibt Spiele, da geht nach vorne gar nichts”, kritisierte Trainer Niko Kovac. Frankfurt hatte nur 35 Prozent Ballbesitz, gewann nur 46 Prozent der Zweikämpfe. Ganz schwache Werte.  Aber der Kroatische Trainer selbst gab wohl die falschen Signale für das Spiel. Zambrano und Chandler und dann noch den blassen Seferovic einzusetzen war wohl als Aufforderung für das Halten des Unentschieden gedacht. Der Wille zu gewinnen wie gegen Mainz, Darmstadt und Dortmund fehlte.

Nun muß man sich noch 2 Spiele gegen Nürnberg plagen und der Ausgang ist ungewiß.

Man sah Heribert Bruchhagen die Enttäuschung an als er sagte, “Das ist bitter, so wenige Minuten vor dem Ziel ein Gegentor zu erhalten”, beschied Bruchhagen mit bebender Stimme: “Werder hat uns mit großer Vehemenz und großem Herz an die Wand gedrückt. Wir hätten viel Fortune gebraucht, um das durchzubringen.”   Und was sagt der Trainer dazu?

Kovac: “Jetzt heißt es, den Kopf wieder aufzurichten und die Brust nach vorne zu bringen. Wir haben noch zwei Spiele und können es immer noch aus eigener Kraft schaffen.” Doch das werde nicht einfach: „Wir haben das erste Spiel zu Hause. Es ist immer ein leichter Vorteil, wenn du das zweite Spiel daheim hast.”  Der 44-Jährige muss zudem schnell die richtigen Schlüsse ziehen. Es braucht im Frankfurter Stadtwald eine ganz andere Ausrichtung, um gegen den 1. FC Nürnberg vorzulegen. Vielleicht ist Luc Castaignos für die Spitze eine Alternative, aber dem so furios in die Hinrunde gestarteten Niederländer fehlt nach langer Verletzungspause erkennbar noch die Spielpraxis und Sicherheit.

Bliebe also das Risiko, es gleich mit Alexander Meier zu versuchen. Dem Torjäger, Publikumsliebling und Fußballgott, der am vergangenen Dienstag (10.05.2016) erst wieder ins Training einstieg. “Alex ist sicherlich ein Thema”, sagte Kovac. Für Bremen kam der 33-Jährige deshalb nicht infrage, weil nach dem späten Rückstand das Wechselkontingent bereits erschöpft war.

Wir hoffen also weiter und halten die Luft an für die beiden Spiele und, daß die Frankfurter sich tatsächlich wieder aufraffen und den gleichen Willen wie bei den 3 letzten Spiele, vor dem Bremer Desaster zeigen können. Willen und auch Torgefährlichkeit. In Zusammenarbeit von Aigner, Meier und Castaignos. Vielleicht rafft sich ja auch Stendara wieder auf, der ständig verletzte und fragile Mittelfeldspieler der Eintracht.

Eine wirkliche Steigerung ist von Nöten.

Allez, allez, ihr Adlerträger. Schwingt Euch in die Luft und kriecht nicht wie die Würmer über den voll gespuckten Rasen. Freßt die Franken, die Ersatzbayern aus Nürnberg, macht sie nieder mit Toren und nochmals Toren. Ihr könnt es doch! Viel Glück.

 

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