EINTRACHT IM FIEBER

Eigentlich wollte ich den Kampf der Eintracht erst nach dem Rückspiel im Relegationskampf in Nürnberg kommentieren. Ich dachte mir, daß es besser sei eine Kommentierung beider Spiele vorzunehmen anstatt in kurzem Abstand verschiedene Positionen zu vertreten und zu relativieren.

Aber dann kam es anders. Zuerst habe ich mir die Augen und Ohren gerieben als ich vom Dopingverdacht bei Marco Russ hörte. Einem Spieler den ich schon oft wegen seiner Phlegmatik im Spiel kritisierte, einen Mann mit 2 Kindern und einem Anspruch seiner Mannschaft auch in der 2. Liga zu dienen. Was ist da los, dachte ich mir und schon wurde die Antwort gegeben. Man muß jetzt nicht jede Einzelheit wiederholen aber es ist ja jetzt bekannt, daß der Familienvater an Hodenkrebs erkrankt ist und die Dopingkontrolle dies ans Licht brachte. Ausgelöst durch einen dummen und geschmacklosen Scherz seines Mannschaftskameraden Ben Hatira der sich mit Dopingmittel und Hilfsmittel im Internet präsentierte. Trotzdem, Glück gehabt Marco, so wurde das Geschwür frühzeitig entdeckt und wie ich höre, ist es auch noch gut behandelbar. Alles Gute Marco für Dich und Deine Familie, steh auf und kämpfe. Der kleine Köhler aus Berlin hat es Dir vorgemacht. Werd schnell gesund und komm zurück. Hoffentlich in die Bundesliga.

Dann ging es weiter, nach den anfänglichen, Vogel wilden Nachrichten über Krebs oder Doping, kam das Spiel im Waldstadion. Es endete Unentschieden, weil die Mannschaft zwar gut und mit Herz spielte, aber ausgerechnet Marco ein Eigentor erzielte als er den Ball retten wollte, obwohl die Nürnberger keine Chance hatten ihn zu berühren. Es brauchte dann eine ganze Zeit und viel Anstrengung bevor Gacinovic den Ausgleich erzielen konnte. Zu einem 2. Treffer der Eintracht reichte es nicht. Auch Rückkehrer Alex Meier kam nicht in Schußposition und konnte den Sieg nicht erzwingen. Seferovic war wie üblich ein Ausfall und Aigner wurde zu guter Letzt noch ausgewechselt. Es blieb  bei 1:1 mit allen Chancen auch für das Rückspiel. Nürnberg gehört so harmlos nicht in die Bundesliga, Eintracht Frankfurt mit dieser Schußschwäche allerdings auch nicht, und die Chancen heute in Nürnberg sind offen nach allen Seiten.

Ein 0:0 ist tödlich für die Eintracht, ein 1:1 führt in die Verlängerung, eine Niederlage für Frankfurt ist ebenfalls das Aus für die Eintracht, ein Sieg genügt ihr, wie ein 2.: oder ein 3:3.

Aber nicht genug mit diesen Fakten, Der Nürnberger Trainer und sein Torwart sorgten nach dem Spiel noch für einen Eklat sondergleichen. Baumann zweifelte direkt die

Marco Russ

Marco Russ

Krankheit an und der Trainer René Weiler sprach gar von einer Inszenierung. Diese Herren können nicht der höchsten deutschen Fußballiga angehören und erhalten hoffentlich heute noch die Quittung für Ihre unbedachten und primitiven Äußerungen.

Auf gehts Eintracht, spielt nicht nur für den Verein, spielt auch für Marco der wohl heute noch operiert wurde und für Euren Stolz bei Eintracht in der 1. Liga sein zu dürfen. Zeigts es den Nürnbergern, gebt ihnen Saures.

Dieser Beitrag wurde unter Eintracht veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.