80 Jahre Frankfurter Flughafen – Rhein Main Airport

Frankfurt Airport Inernational mit Landebahn Nord-West

Frankfurt Airport International mit Landebahn Nord-West

FRA Flughafen Frankfurt – Koordinaten: 50° 2′ 0″ N, 8° 34′ 14″ O | | 100 m ü. MSL

Der Flughafen Frankfurt am Main (ICAO-Code: EDDF, IATA-Code: FRA, umgangssprachlich Rhein-Main-Flughafen, Eigenbezeichnung Frankfurt Airport) ist der größte deutsche Verkehrsflughafen. Gemessen am Passagieraufkommen ist er nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle der drittgrößte europäische Flughafen und liegt im weltweiten Vergleich auf dem elften Rang. Auch ist er eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze.

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2015 wurden in Frankfurt insgesamt 61 Millionen Passagiere gezählt. Mit ca. 2,1 Millionen Tonnen hat der Frankfurter Flughafen das größte Frachtaufkommen aller europäischen Flughäfen und das achthöchste weltweit. Der Flughafen ist die Heimatbasis der Fluggesellschaften Lufthansa, Condor Flugdienst, SunExpress Deutschland sowie der Frachtfluggesellschaften Lufthansa Cargo und Nightexpress.

Betreibergesellschaft ist die Fraport AG.

Gateway to Europe

Gateway to Europe

Geschichte
1912: Erster Flughafen am Rebstock

Einen Monat nach dem Ende der ersten Internationalen Luftschiffahrt-Ausstellung wurde am 16. November 1909 in Frankfurt am Main mit der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft DELAG die erste Fluggesellschaft der Welt gegründet. Diese eröffnete 1912 in Frankfurt-Bockenheim westlich des ehemaligen Ausstellungsgeländes den Luftschiffhafen am Rebstock, den späteren Flughafen Frankfurt-Rebstock. Dieser war zunächst nur für Luftschiffe vorgesehen, wenig später wurde das Gelände auch als Start- und Landeplatz für Flugzeuge verwendet. Im Juni 1912 beförderten das Luftschiff LZ 10 Schwaben und August Eulers Doppeldecker Gelber Hund im Rahmen der Flugpost am Rhein und am Main von hier aus zum ersten Mal Luftpost in Deutschland.

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Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Flugplatz weiter ausgebaut, doch schon 1924 bezweifelte ein vom Frankfurter Oberbürgermeister Ludwig Landmann in Auftrag gegebenes Gutachten die langfristige Ausbaufähigkeit des Flugplatzes, der auf allen Seiten von Bahndämmen und dem Gleisvorfeld des Hauptgüterbahnhofes begrenzt war. Im gleichen Jahr wurde der Flugplatz unter die Aufsicht der städtischen Südwestdeutschen Luftverkehrs-AG gestellt und ein planmäßiger Luftverkehrsdienst eingeführt.

1925 starteten und landeten bereits 2357 Flugzeuge, die rund 5500 Passagiere beförderten. Mit der im Jahr 1926 gegründeten Deutsche Luft Hansa AG nahm der zivile Luftverkehr in Deutschland einen rasanten Aufschwung. Am 30. September 1929 startete Fritz von Opel erfolgreich mit dem Raketenflugzeug RAK.1 am Rebstock, wobei er in 45 Sekunden drei Kilometer weit flog.

1930 beschloss der Frankfurter Magistrat nach Jahren der meteorologischen, geographischen und verkehrstechnischen Planung den Neubau eines Flughafens im Frankfurter Stadtwald südlich von Frankfurt-Schwanheim, der allerdings an der Weltwirtschaftskrise scheiterte. Nach der sogenannten Machtergreifung machten sich die Nationalsozialisten im Dezember 1933 diese Planungen zu eigen und ordneten im Januar 1934 ohne behördliche Genehmigung die Rodung eines 600 Hektar großen Waldstückes westlich der im Bau befindlichen Reichsautobahn Frankfurt-Darmstadt, der heutigen A5, an.
1936–1945: Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main
LZ 129 Hindenburg (1936)

Mit dem neuen Flughafen sollte Frankfurt zur zentralen Heimatbasis für Luftschiffe in Deutschland werden. Die Zeitschrift Die Woche nannte ihn den neuen Weltflughafen: „Die Überseereisen unserer Luftschiffe werden in Zukunft auf dem Weltflughafen Rhein-Main ihren Anfang nehmen.“ Ab 1935 baute man im Süden des neuen Flughafengeländes die damals größte Luftschiffhalle der Welt. Technisch war diese Halle als Stahlfachwerk angelegt und von Seibert Stahlbau aus Saarbrücken errichtet. Für die Versorgung der Zeppeline mit Wasserstoff wurde eigens eine Gasleitung zu den Farbwerken Höchst verlegt. Zeitgleich mit dem Flughafenbau errichtete man in unmittelbarer Nähe zum Flughafengelände die Siedlung Zeppelinheim für die Familien der Luftschiffer.

Auf dem nördlichen Teil des Flughafengeländes in der Nähe der Unterschweinstiege entstand 1935 ein zweigeschossiges Empfangsgebäude mit einem sechsgeschossigen Kontrollturm sowie weiteren Betriebs- und Nebengebäuden zur Wartung und Unterbringung von Flugzeugen. Das etwa 100 Hektar große Rollfeld erhielt eine Grasdecke.

Die offizielle Eröffnung des neuen Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main erfolgte am 8. Juli 1936. Als erstes Flugzeug landete eine Ju 52/3m, die zuvor am alten Flugplatz am Rebstock gestartet war. Sechs Tage später, am 14. Juli 1936, landete mit LZ 127 Graf Zeppelin erstmals ein Luftschiff auf dem Flughafen. 1936 wurden rund 800 Tonnen Fracht und 58.000 Flugpassagiere transportiert, 1937 70.000 Passagiere und 966 Tonnen Fracht. In den nächsten Jahren war der neue Flughafen Heimatstützpunkt der beiden größten deutschen Luftschiffe LZ 127 Graf Zeppelin und LZ 129 Hindenburg. Der Flugzeugbetrieb stieg rapide an: 27 Fluglinien flogen „Rhein-Main“ an, und es bestanden Verbindungen zu nahezu allen europäischen Großstädten. Ab 1938 war Frankfurt zentraler Verteilungspunkt für die Beförderung von Luftpost nach Nordamerika.

Hindenburg Lakehurst

Hindenburg Lakehurst

Am 6. Mai 1937 kam es zu einem folgenschweren Unfall: Die Hindenburg, auf dem Weg von Frankfurt nach New York, explodierte kurz vor dem Anlegen am Landeplatz Lakehurst, 36 Menschen starben. Das Unglück kennzeichnete das Ende des regelmäßigen Luftschiffverkehrs und das Ende der Ära der Starrluftschiffe. Im März 1940 wurden die letzten verbliebenen deutschen Großluftschiffe, LZ 127 Graf Zeppelin I und LZ 130 Graf Zeppelin II auf Befehl von Hermann Göring abgewrackt. Am 6. Mai 1940 erfolgte die Sprengung der beiden Luftschiffhallen auf dem Frankfurter Flughafen.

Nach Kriegsbeginn 1939 verließen alle ausländischen Fluggesellschaften Frankfurt und der Flughafen wurde der Luftwaffe unterstellt. Am 9. Mai 1940 starteten erstmals deutsche Bomber des Kampfgeschwaders 53 mit Ziel Frankreich. Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung ausgesuchter fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe die hier zwischen 1939 und 1945 stationiert waren.
Zeitraum Einheit
von bis
Oktober 1939 November 1939 I./JG 77 (I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77)
Oktober 1939 April 1939 I./JG 76
Mai 1940 Juli 1940 III./KG 53 (III. Gruppe des Kampfgeschwaders 53)
Oktober 1943 Januar 1944 Stab/JG 301
August 1944 November 1944 II./NJG 4 (II. Gruppe des Nachtjagdgeschwader 4)
November 1944 Januar 1945 IV./JG 4
März 1945 März 1945 III./KG 200 (III. Gruppe des Kampfgeschwaders 200)
Ehemaliger Keller der Küchenbaracke des KZ-Außenlagers Walldorf

Denkmal für die KZ - Außenstelle Walldorf

Denkmal für die KZ – Außenstelle Walldorf

In dem vom 23. August bis 24. November 1944 existierenden KZ-Außenlager Walldorf, südlich des heutigen Flughafengeländes, verrichteten jüdische Zwangsarbeiterinnen Bauarbeiten für den Flughafen. 1700 ungarische Jüdinnen wurden gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen die erste betonierte Rollbahn für den Flughafen zu bauen. Etwa 50 Frauen überlebten die viermonatige Lagerzeit nicht, nur etwa 300 die weitere Deportation und das Dritte Reich. Schätzungsweise 2000 Bomben fielen ab 1944 auf das Rollfeld und die Flughafenanlagen; im März 1945 sprengten Truppen der Wehrmacht noch kurz vor ihrem Rückzug Gebäude und Betriebseinrichtungen, vor allem des Tanklagers.
1945–1949: Amerikanischer Luftwaffenstützpunkt und Berliner Luftbrücke
„Rosinenbomber“ auf der Frankfurter Rhein-Main-Airbase 1949

Luftbrückendenkmal am Frankfurter Kreuz - Rosinenbomber

Luftbrückendenkmal am Frankfurter Kreuz – Rosinenbomber

Am 25. März 1945 besetzten die vorrückenden US-amerikanische Truppen den Flughafen. In nur wenigen Tagen konnten die Amerikaner das Flugfeld provisorisch herrichten und als Airbase Y73 wieder in Betrieb nehmen, um den Nachschub für die weiteren Kriegshandlungen sicherzustellen. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte. Unter Zuhilfenahme deutscher Kriegsgefangener, die aus dem Lager Eschborn auf LKWs zum Flughafen gebracht wurden, bauten die US-Streitkräfte im Sommer 1945 eine betonierte Start- und Landebahn von 1800 Metern Länge und 45 Metern Breite, den Vorläufer der heutigen Südbahn 07R/25L.

Das erste nichtmilitärische Flugzeug am Frankfurter Flughafen nach dem Zweiten Weltkrieg war eine DC-4 der American Overseas Airlines, die am 18. Mai 1946 landete. 1947 gründete sich die Verkehrsaktiengesellschaft Rhein-Main (VAG), deren Hauptaufgabe zunächst darin bestand, Verwaltungs- und Betriebsgebäude zu bauen und in Betrieb zu halten. Nach politischen Differenzen zwischen der Sowjetunion und den Alliierten, in deren Verlauf die Sowjetunion im Juni 1948 die Straßen- und Eisenbahnverbindungen von den westlichen Besatzungszonen nach West-Berlin sperrte, begann am 26. Juni 1948 die Berliner Luftbrücke zur Versorgung der Berliner Bevölkerung aus der Luft. Neben den Flughäfen in Hamburg und Hannover war die Frankfurter Rhein-Main-Airbase Hauptbasis der alliierten Flugzeuge. Da die stetigen Starts und Landungen der sogenannten „Rosinenbomber“ der ersten Bahn stark zugesetzt hatten, wurde mit dem Bau einer Parallelbahn am 28. April 1949 begonnen. Am 12. Mai 1949 beendeten die Sowjets die Blockade, die Luftbrücke wurde jedoch noch bis zum 30. September 1949 weitergeführt. Während der Dauer der Luftbrücke wurden fast 2,5 Millionen Tonnen Hilfsgüter nach West-Berlin geflogen, bei Unfällen waren 79 Menschen ums Leben gekommen.

Am 22. Dezember 1949 ging die zweite Start- und Landebahn mit einer Länge von 2150 Metern und 61 Metern Breite in Betrieb (heute 07C/25C). Gleichzeitig übertrugen die Amerikaner die Abwicklung des Vorfelddienstes und der zivilen organisatorischen Aufgaben am Boden an die VAG. Im südlichen Teil des Flughafengeländes richteten sie bis 1951 die Rhein-Main Air Base als Luftwaffenstützpunkt für die United States Air Forces in Europe (USAFE) ein, während die Einrichtungen im Norden des Flughafens künftig ausschließlich für die zivile Luftfahrt genutzt wurden.
1950–1955: Wachstum des zivilen Luftverkehrs
Eine Maschine der Scandinavian Airlines auf dem Flugfeld im Jahre 1951.

Am 27. Mai 1950 wehte erstmals die Bundesflagge über dem Flughafengebäude, der Flughafen wurde bereits wieder von elf Fluggesellschaften angeflogen. 1951 wurden teilweise die Restriktionen für deutsche Flugteilnehmer aufgehoben, und dies sorgte für eine rapide Steigerung des zivilen Luftverkehrs. Das Empfangsgebäude musste um ein Geschoss aufgestockt werden. 1952 wurden über 400.000 Passagiere gezählt, 1953 bereits über eine halbe Million. Im Schnitt starteten und landeten auf „Rhein-Main“ täglich 100 bis 120 Maschinen. Das gesamte Flughafengelände einschließlich der Air Base erstreckte sich inzwischen über eine Fläche von 989 Hektar.

Infolge eines vorausgegangenen Architektenwettbewerbs entschied eine Kommission im Juni 1951 über einen Ausbau des Flughafens inklusive eines neuen Terminals, aus Geldmangel verschwanden die Ausbaupläne jedoch zunächst in der Schublade. Am 10. Mai 1952 wurden auf dem Flughafen erstmals ein Instrumentenlandesystem (ILS) sowie ein Drehfunkfeuer (VOR) installiert. Nach der Gründung der Bundesanstalt für Flugsicherung am 23. März 1953 nahm am 1. Juli erstmals eine deutsche Flugsicherungsleitstelle ihren Dienst auf.

1954 erfolgte die Umbenennung des Flughafenbetreibers VAG in Flughafen Frankfurt/Main AG (FAG). Am 1. März 1955 landete erstmals wieder eine Maschine der Deutschen Lufthansa auf dem Flughafen. Am 5. Mai 1955 erhielt die Bundesrepublik Deutschland wieder ihre (nahezu) volle Souveränität und somit auch ihre Lufthoheit zurück. Auf der Vorstandssitzung der Flughafen Frankfurt/Main AG am 15. Juli 1955 wurden die Besitzanteile der Gesellschaft neu geregelt: Das Land Hessen erhielt 45,242 %, die Stadt Frankfurt 28,891 %, der Bund 25,867 % (im Vergleich dazu 2005: Land Hessen 31,94 %, Stadtwerke Frankfurt am Main 20,40 %, Bundesrepublik 18,27 %, die restlichen 29,39 % gingen in Streubesitz).
1957–1968: Jet-Zeitalter

Am 28. Oktober 1957 wurde die Nordbahn auf 3300 Meter verlängert, und damit zur vorerst längsten Bahn Europas. Am selben Tag eröffnete eine DC-7 der Pan Am den planmäßigen Nonstop-Verkehr von Frankfurt nach New York. Der Einsatz von strahlgetriebenen Verkehrsflugzeugen stand kurz bevor, und die Bundesregierung hatte beschlossen, Frankfurt zum ersten deutschen Düsenverkehrsflughafen auszubauen. Im Februar 1958 schlug ein Gutachten erstmals den Bau einer dritten Startbahn in Nord-Süd-Richtung vor, da das Jet-Zeitalter eine rasante Zunahme der Flugbewegungen versprach. Am 25. April desselben Jahres landete erstmals eine Düsenmaschine auf dem Flughafen – eine sowjetische Tupolew Tu-104, in der der stellvertretende sowjetische Ministerpräsident Mikojan anreiste.

Airbus A 320 der Germanwings

Airbus A 320 der Germanwings

Für die neuen Strahlflugzeuge musste der Flughafen weiter ausgebaut werden. Die Nordbahn wurde am 5. September 1959 auf 3900 Meter verlängert, die Südbahn 1960 auf 3000 Meter, so dass sie gleichfalls für Strahlflugzeuge geeignet war. Schon am 1. August 1958 wurde ein neues Passagierabfertigungsgebäude in Betrieb genommen. Die Empfangsanlage Ost (Architekten: Alois Giefer und Hermann Mäckler) mit einer Tiefe von 32 Meter und einer Breite von 80 Meter war dem im Kern noch aus dem Jahr 1936 stammenden Abfertigungsgebäude vorgelagert und erwies sich schon bald wieder als zu klein. 1960 war der Flughafen mit 81.000 Starts und Landungen der größte in Deutschland und nach dem Flughafen London-Heathrow der zweitgrößte in Europa. 36 Fluggesellschaften beförderten 2.172.494 Fluggäste, 46.910 Tonnen Luftfracht sowie 11.875 Tonnen Luftpost. Im Sommer 1960 begann daher die Planung einer neuen Empfangsanlage mit 36 Flugsteigen für bis zu 15 Millionen Passagiere jährlich. Gleichzeitig plante man im Westen des Flughafens eine dritte Startbahn in Nord-Süd-Richtung anzulegen, da absehbar war, dass die beiden parallelen Start- und Landebahnen ihre Kapazitätsgrenze erreichen würden. In Anbetracht der langen Planungs- und Bauzeit musste man sich jedoch vorerst auf den Ausbau der vorhandenen Einrichtungen konzentrieren. Im Oktober 1963 wurde das Empfangsgebäude daher nochmals durch die langgestreckte, flache Auslandswartehalle auf eine Kapazität von rund 5 Millionen Passagieren pro Jahr erweitert. 1964 verlängerte man die Südbahn auf 3750 Meter.

Frankfurter Kreuz

Frankfurter Kreuz

Die Bauarbeiten für das Terminal (wieder von den Architekten Alois Giefer und Hermann Mäckler) begannen am 16. Juni 1965. Es entstand die damals größte Baustelle Europas. Mitte 1967 fiel die Entscheidung, die Kapazität des neuen Terminal Mitte (des heutigen Terminal 1) auf 30 Millionen Passagiere jährlich zu verdoppeln und das Bauvolumen von 1,3 Millionen auf 2,2 Millionen Kubikmeter zu erweitern. Man glaubte damals, dass diese Kapazität bis zum Jahr 2000 ausreichen und auch den damals in Entwicklung befindlichen Großflugzeugen genügen würde. Im Frühjahr 1968 wurde das Planfeststellungsverfahren für die 4000 Meter lange Startbahn West eingeleitet. Im Herbst 1968 war das neue Terminal im Rohbau fertig. Die Zahl der Flugbewegungen stieg in jenem Jahr auf 166.657, die der Fluggäste auf 7.050.459. Es wurden 229.896 Tonnen Fracht und 51.403 Tonnen Luftpost befördert.

Der sichere Arbeitsplatz eines Lufthansa Piloten

Der sichere Arbeitsplatz eines Lufthansa Piloten

Mit der drastischen Zunahme der Flugbewegungen wuchs jedoch auch der Unmut der Flughafenanwohner über den steigenden Lärmpegel. Hinzu kamen die Einwände gegenüber den Planungen zur Flughafenerweiterung. Da der Flughafen ausschließlich von Wald, darunter Bannwald, umgeben ist, hätte eine neue Landebahn zu einem immensen Holzeinschlag geführt.
1970–1985: Bau des Terminal Mitte und der Startbahn West
Anzeigetafel im Terminal 1

Mit der Landung einer Boeing 747 am 28. Januar 1970 begann die Ära der Großraumflugzeuge, das Flugzeug dockte am noch unfertigen neuen Flughafen an. Im April 1970 wurde der Frankfurter Flughafen per Vertrag zur Heimatbasis der Lufthansa. Am 2. Oktober 1970 wurde die Halle V eröffnet, damals die größte Wartungshalle der Welt, in der sechs Jumbo-Jets Platz haben.

Das damalige neue Terminal Mitte (heute Terminal 1) kostete rund eine Milliarde D-Mark. Das Gebäude wurde in Fluggastbereiche A, B und C gegliedert (wobei B die zwei mittleren Abfertigungshallen belegte). An den Hallendecken waren historische Flugzeuge an Seilkonstruktionen aufgehängt, auf einem durchgehenden Innenbalkon fanden Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Von dort war auch der Zugang zur Besucherterrasse im Freien. Die Restaurants waren nach Flugpionieren benannt, wie z. B. Otto Lilienthal. Auf vielen Bereichen wurden neue Lösungen entwickelt, beispielsweise entwarf Wolfgang Feierbach Check-in-Schalter aus GFK, statt bis dahin aus Holzwerkstoffen. Feierbachs Firma bekam daraufhin Aufträge von nahezu allen bedeutenden Flughäfen weltweit. Der hohe Anspruch den „Airport der Zukunft“ zu bauen, führte zu technischen Pannen in der Anfangszeit, auch waren Passagiere und Besatzungen mit der Größe des Gebäudes überfordert.

Mit dem Neubau wurde auch das neue umfassende visuelle Erscheinungsbild und ein Leitsystem für Passagiere eingeführt, welches von Otl Aicher gestaltet wurde. Aicher, der zu jenem Zeitpunkt auch für das Erscheinungsbild der Olympischen Spiele 1972 verantwortlich war (und zuvor der Lufthansa), entwarf ein Piktogrammsystem, das weltweit nahezu zum Standard wurde. Für die Weiterführung der Flughafen-internen Designaufgaben wurde die Abteilung FAG-Design gegründet, die heute nicht mehr existiert. Am 14. März 1972 eröffnete Bundespräsident Gustav Heinemann das neue Terminal Mitte, das heutige Terminal 1. Es verfügte über 200.000 Quadratmeter überbauter Fläche.

Im März 1973 kam es zum Planfeststellungsverfahren über eine neue Startbahn, die Startbahn West. Über 100 Klagen wurden gegen den Ausbau des Flughafens erhoben und beschäftigten die Gerichte fast zehn Jahre lang. Zwischenzeitlich war der Flughafen mit 30.000 Beschäftigten im Jahr 1979 zur größten Arbeitsstätte Hessens geworden. Am 21. Oktober 1980 entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof für den Bau der neuen Startbahn, die ersten Baumaßnahmen begannen am 2. November 1981. Während der Bauzeit kam es immer wieder zu Demonstrationen und Protestaktionen, teilweise zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die Startbahn 18 West wurde am 12. April 1984 dem Verkehr übergeben. Mit der Inbetriebnahme dehnte sich das Betriebsgelände des Flughafens erstmals über die Gemeindegrenze der Stadt Frankfurt hinaus, das südliche Ende liegt in der Gemarkung Rüsselsheimer Wald. Hier kam es am 2. November 1987 zu den ersten und bisher einzigen tödlichen Angriffen auf Polizeibeamte während einer Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In der Folge löste sich die Protestbewegung gegen die Startbahn West auf.

Zerstörtes Terminal nach dem Anschlag 1985

Zerstörtes Terminal nach dem Anschlag 1985

Am 19. Juni 1985 explodierte in der Abflughalle B des Terminals 1 eine Bombe in einem Abfallbehälter, die drei Menschen tötete. 42 andere wurden zum Teil schwer verletzt. Eine weitere Person starb wenige Tage später an den Folgen des Anschlages, für den die Polizei die Abu-Nidal-Organisation (ANO), eine terroristische Abspaltung der PLO verantwortlich machte. Als Drahtzieher gelten Abu Nidal und Khaled Ibrahim Mahmood, der wegen des Anschlags auf den Flughafen Rom-Fiumicino im Dezember 1985 eine langjährige Haftstrafe verbüssen musste. Die drei weiteren mutmaßlichen Attentäter werden bis heute per Haftbefehl gesucht.
1990–1999: Bau des Terminal 2 und des Fernbahnhofs
Terminal 2 (November 2004)

Am 12. Juni 1990 begannen die Bauarbeiten für das neue Terminal 2 auf dem Gelände der abgerissenen Empfangsanlage Ost. Am 24. Oktober 1994 wurde das Terminal mit den beiden Fluggastbereichen D und E eröffnet und steigerte die Passagierkapazität des Flughafens damit auf ca. 54 Millionen pro Jahr. Gleichzeitig wurde die Hochbahn SkyLine, ein vollautomatisches Personen-Transport-System, in Betrieb genommen, um eine schnelle Verbindung zwischen den beiden Terminals zu gewährleisten.

Im Herbst 1997 forderte Jürgen Weber, Vorstandssprecher der Lufthansa, erstmals einen weiteren Ausbau des Flughafens mit einer weiteren Start- und Landebahn. Unter der Bedingung, dass ein erneuter Ausbau nach den Erfahrungen mit der Startbahn West nur im Konsens mit der Mehrheit der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet durchzuführen sei, schloss sich Fraport-Vorstand Wilhelm Bender dieser Position an. Unter Anregung der hessischen Landesregierung wurde 1998 eine Mediationsgruppe, bestehend u. a. aus Umweltschützern und den in der Einflugschneise liegenden Gemeinden, beauftragt, ergebnisoffen über den Ausbau des Flughafens zu diskutieren.

Im Jahr 1999 wurde der Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof als zweiter Bahnhof am Flughafen eröffnet. Der nördlich von Terminal 1 gelegene Bahnhof zwischen der Bundesautobahn 3 und der Bundesstraße 43 war der erste Bahnhof in Deutschland, der planmäßig nur von Fernverkehrszügen angefahren wird, gleichzeitig wurde der gesamte Regionalverkehr an den bestehenden Bahnhof (nun Frankfurt (Main) Flughafen Regionalbahnhof genannt) konzentriert.
2000–2005: Börsengang und Schließung des Luftwaffenstützpunktes
Aufnahme des Flughafens aus dem Weltraum (April 2003)
Ehemaliges Tower-Gebäude der Rhein-Main Air Base (2005)

Im Januar 2000 stellte die mit dem weiteren Flughafenausbau betreute Mediationsgruppe ihr Ergebnis vor: Die Erweiterung wurde grundsätzlich befürwortet, allerdings wurde eine im Vergleich zu den bestehenden Bahnen kürzere Bahn empfohlen, die damit nur für Landungen und nur für kleinere Flugzeugtypen geeignet wäre. Für die Kapazitätserweiterung wurde im Gegenzug gefordert, dass das bestehende Bahnensystem optimiert werde, Lärmschutzmaßnahmen für die betroffenen Gemeinden zu entwickeln seien sowie als Hauptforderung ein striktes Nachtflugverbot zwischen 23:00 und 5:00 Uhr für den gesamten Flughafen einzuführen sei. Im Juni 2000 sprach sich der hessische Landtag mehrheitlich für den Flughafenausbau aus, im September 2000 beschloss die Flughafen Frankfurt/Main AG (FAG), die Genehmigung für den Ausbau zu beantragen, gleichzeitig wurde ein Nachtflugverbot mit Inbetriebnahme der neuen Bahn akzeptiert.

2001 ging die Flughafen Frankfurt/Main AG an die Börse. Im Zuge des Börsenganges wurde der Namen in Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide (Fraport) geändert. Im Oktober 2001 wurde das Raumordnungsverfahren für eine neue Landebahn eingeleitet, wobei drei Varianten für eine Landebahn im Nordwesten, im Nordosten oder im Süden des Flughafengeländes untersucht wurden. Im Juni 2002 wurde durch das Regierungspräsidium Darmstadt die Raumverträglichkeit für eine Landebahn im Nordwesten des Flughafengeländes festgestellt.

Im Januar 2003 reichte die Fraport einen weiteren Planfeststellungsantrag für den Bau einer Wartungshalle im Südwesten des Flughafens ein, da diese für Wartungsarbeiten an der künftigen Airbus-A380-Flotte der Lufthansa nötig sei, zumal die A380-Flotte in Frankfurt stationiert wird. Im September 2003 wurden durch Fraport die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zur Landebahn Nordwest, verknüpft mit einem Nachtflugverbot von 23:00 bis 5:00 Uhr, beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht.

Am 7. Juni 2005 entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof trotz einiger Eilanträge für den Neubau der A380-Wartungshalle. Für den Bau wurden dann 21 Hektar Bannwald gerodet, der zur Gemeinde Mörfelden-Walldorf gehörte. Der Kahlschlag wurde von Naturschützern (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Naturschutzbund Deutschland, Greenpeace, Robin Wood sowie dem „Bündnis der Bürgerinitiativen Kein Flughafenausbau“) stark kritisiert. Sie begründeten dies mit der ökologischen Bedeutung des Waldes und verwiesen auf das Versprechen des früheren hessischen Ministerpräsident Holger Börner „Am Frankfurter Flughafen soll kein Baum mehr fallen“, mit dem ein Schlussstrich unter den jahrelangen, teils gewalttätig geführten Streit um die Startbahn West gezogen werden sollte. Aus ökonomischen Gründen ist – anders als ursprünglich geplant – zunächst nur die halbe Halle bis Ende 2007 fertiggestellt worden. Mit Abschluss der Endausbauphase im Jahr 2015 wird die Werft mit 350 × 140 Meter Grundfläche und einer Höhe von 45 Metern Wartungskapazität für gleichzeitig vier A380 beziehungsweise sechs Boeing 747 bieten. Damit wird die A380-Werft eine der größten Industriehallen Deutschlands sein. Die Gesamtkosten des Bauprojekts sind derzeit mit 150 Millionen Euro veranschlagt. Die erste A380 ist am 19. Mai 2010 an die Lufthansa ausgeliefert worden, die restlichen Maschinen folgten bis 2015.

Am 31. Dezember 2005 wurde die Rhein-Main Air Base geschlossen, dafür nutzen die amerikanischen Streitkräfte seither den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein im ca. 100 km südwestlich gelegenen Kaiserslautern. Das auf der Südseite des Frankfurter Flughafens gelegene Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes „Gateway to Europe“ ist nach der Schließung durch die U.S. Air Force an den Flughafenbetreiber Fraport übergeben worden. Mit der Schließung wurde die Voraussetzung geschaffen, auch auf der Südseite des Frankfurter Flughafens den zivilen Flughafenbetrieb nach zeitgemäßen Anforderungen zu gestalten und langfristig ein drittes Terminal zu bauen.

Die im Norden des Flughafens gelegene Housing Area der amerikanischen Streitkräfte „Gateway Gardens“ wurde mit Schließung der Rhein-Main Air Base Ende 2005 an die Stadt Frankfurt übergeben. Derzeit entwickelt die Stadt Frankfurt am Main das 35 Hektar große Areal gemeinsam mit den drei privatwirtschaftlichen Partnern Fraport, Groß & Partner und OFB zu einem modernen Business-Standort.
2006–2011: Bau der Landebahn Nordwest
World Cup Terminal zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006
Arbeiten an der neuen Landebahn Nordwest (Juni 2009)

Destination Cargo City Süd, Frankfurt

Destination Cargo City Süd, Frankfurt

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde ein Terminal auf der ehemaligen Rhein-Main Air Base renoviert und reaktiviert, um an dessen beiden Flugsteigen die Charterflüge der Fans und der Fußballmannschaften ungestört vom sonstigen Verkehr abfertigen zu können. Nach Ende der Weltmeisterschaft wurden das sogenannte „World Cup Terminal“ sowie weitere im Süden des Flughafens gelegene Gebäude abgerissen.

Am 18. Dezember 2007 erteilte das hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der 2800 Meter langen Landebahn Nordwest. Statt eines absoluten Nachtflugverbots, wie es durch die Fraport beantragt war, genehmigte das Ministerium allerdings 17 planmäßige Flüge für die Zeit von 23:00 bis 5:00 Uhr. Begründet wurde dies damit, dass durch höchstrichterliche Urteile zu den Flughäfen Berlin und Leipzig 2006 mittlerweile ein generelles Nachtflugverbot vor Gericht keinen Bestand mehr haben würde und dadurch die Rechtssicherheit des gesamten Planfeststellungsbeschlusses gefährdet wäre. Gegen den Planfeststellungsbeschluss wurde Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof erhoben.

Das Chemieunternehmen Celanese, dessen Tochtergesellschaft Ticona unweit der neuen Landebahn eine Fabrik zur Herstellung von technischen Kunststoffen betrieb, verkaufte 2007 seine Flächen an Fraport und verlagerte die Fabrik im September 2011 in den Industriepark Höchst.

Im Mai 2008 errichteten Umweltaktivisten ein Zelt- und Hüttendorf im Kelsterbacher Wald. Nachdem die Eilanträge gegen den Planfeststellungsbeschluss durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof abgelehnt worden waren, wurde das Hüttendorf Anfang 2009 geräumt und etwa 216 Hektar Wald gerodet. Dabei kam es nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Der Spatenstich für den Bau fand am 8. Mai 2009 statt.

Der neue Frankfurter Tower

2006 bis 2011 wurde über dem Flughafen-Fernbahnhof ein 660 Meter langes und 45 Meter hohes Büro- und Hotelgebäude errichtet. Die Überbauung war bereits beim Bau des Bahnhofs berücksichtigt worden. Das Projekt hieß zunächst Airrail Center Frankfurt, später erhielt das Gebäude den Namen The Squaire. Mit einer Gesamtmietfläche von 140.000 Quadratmeter gilt The Squaire als größtes Bürogebäude Deutschlands.

2009 begann der Bau eines neuen 70 Meter hohen Towers, der im April 2011 fertiggestellt und in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2011, zwei Wochen früher als geplant, in Betrieb genommen wurde. Eine Besonderheit des neuen Towers ist sein wie ein angehängter Container wirkendes Technikgeschoss.

Am 25. und 26. Juni 2011 fand ein Sommerfest der Fraport auf der neuen Landebahn Nordwest statt. 80.000 Besucher kamen zur Besichtigung. Am 30. Juni 2011 wurde die Start- und Landebahn Nord, die bisher die Bezeichnung 07L/25R trug, in 07C/25C umbenannt, da sie nun die mittlere der drei parallelen Bahnen in Ost-West-Richtung bildet (C steht für Center). Gleichzeitig erhielt die neue Landebahn Nordwest die Bezeichnung 07L/25R. Sie ist mit dem alten Rollfeld mit Hilfe von zwei Abrollbrücken verbunden, die sich über die Schnellfahrstrecke und die Bundesautobahn 3 erstrecken. Der nördliche Abschnitt der Kreisstraße 152 (Okrifteler Straße) wird in einem Tunnel unterhalb der Landebahn geführt.

Robahnbrücke über die A 3

Robahnbrücke über die A 3

Am 11. Oktober 2011, neun Tage vor der geplanten Inbetriebnahme der neuen Landebahn und drei Wochen vor Beginn des Winterflugplans, verhängte der Hessische Verwaltungsgerichtshof ein Nachtflugverbot von 23:00 bis 5:00 Uhr für den gesamten Flughafen, beginnend am 30. Oktober 2011. Diese Entscheidung hatte für den Flughafen, insbesondere für den Frachtbereich der Lufthansa Cargo, weitreichende Folgen, da für den Winterflugplan bereits 17 tägliche Nachtflüge fest eingeplant und vergeben waren. Einen Vorschlag von Lufthansa-Chef Christoph Franz, die neue Landebahn erst dann einzuweihen, wenn das Bundesverwaltungsgericht abschließend über die Nachtflugregelung entschieden habe, wies der Betreiber Fraport zurück, da ebenso die Slots für die neue Landebahn bereits fest vergeben waren.

Die Landebahn wurde am 20. Oktober 2011 in Betrieb genommen. Das erste Flugzeug (ein Airbus A319 der Flugbereitschaft) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an Bord landete jedoch erst am 21. Oktober 2011 um 14:31 Uhr. Die Bundeskanzlerin nahm die Bahn dann im Rahmen einer Feierstunde in Betrieb. Die Kapazität des Flughafens soll nun schrittweise, mit zunächst acht zusätzlichen Flugbewegungen in der Stunde, erhöht werden. Dadurch wird sich der Koordinationseckwert von derzeit 83 auf 91 Flugbewegungen pro Stunde erhöhen, langfristig soll der Koordinationseckwert bis auf 126 Flugbewegungen erhöht werden.

Bei einem Anschlag am 2. März 2011 in einem Bus an der Bus-Haltezone im öffentlichen Bereich von Terminal 2 wurden zwei US-Soldaten getötet und ein weiterer schwer verletzt.

2012: Erweiterung des Terminal 1 nach Westen, Einweihung der MiniMetro

Am 2. Oktober 2012 wurde der Flugsteig A-Plus eröffnet. Der Bau nach Plänen des Architekturbüros gmp hatte am 1. September 2009 begonnen und statt anfangs geschätzter 500 tatsächlich ca. 700 Millionen Euro gekostet. Der neue Flugsteig ist ungefähr 800 Meter lang und erweitert auf vier Ebenen die Kapazität des Terminals 1 um bis zu sechs Millionen Passagieren pro Jahr. Für das Projekt wurden Gebäude der Lufthansa im westlichen Teil des Flughafens abgerissen. Insgesamt können am Flugsteig bis zu sieben Großraumjets andocken. Vier der Flugsteige verfügen über drei Brücken auf zwei Etagen, sodass an ihnen auch der Airbus A380 abgefertigt werden kann. Alternativ können auch bis zu elf Kurzstreckenflugzeuge andocken. Am Abzweig des alten Flugsteigs A befindet sich ein Atrium mit Geschäften und Restaurants sowie zwei Business-Lounges, einer First-Class-Lounge und zwei Senator-Lounges der Lufthansa, darunter auch deren größte Lounge mit ca. 2000 Quadratmetern. Im Flugsteig werden bis zu 800 Mitarbeiter beschäftigt sein. Der offizielle Betriebsstart fand am 10. Oktober 2012 statt.

Seit Februar 2012 verbindet die automatisch betriebene Standseilbahn namens MiniMetro (Skylink) ein neu gebautes Parkhaus mit dem Squaire auf einer Länge von 310 Metern binnen 90 Sekunden und auf einer Höhe von 18 Metern.

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