Wo sind unsere großen Frankfurter Industrien geblieben?

Geldgeschäfte

 

Anscheinend entdeckt man jetzt im Frankfurter Magistrat, daß viele Industrieunternehmen abgewandert sind, geschlossen haben oder einfach verlegt oder geschluckt wurden. Na und, wir haben doch die Banken, die ehrenwerten Beutelschneider und Bonidiebe. Was brauchen wir da Blue – Collar Betriebe?

Falsch gedacht. Wenn keiner mehr produziert, dann gibt es auch keinen mehr zum Verwalten oder zum Konsumieren. Wie die Wende in den östlichen Bundesländern. Alle stinkenden Fabriken zugemacht, mit westlichen Sozialvorschriften, Sicherheitsvorschriften und so weiter belegt, bis keine mehr übrig war. Konkurrenz tot, wer braucht die schon im Osten?  Dann nur noch Dienstleistung anbieten und den Blödmännern unseren über produzierten Schrott aufs Auge drücken. Wer kauft aber den Scheiß wenn er nichts mehr verdient und von Harz IV lebt? Spät erkannt und dann die erneute Kehrtwende.

An dieser Stelle ist jetzt auch Frankfurt. Früher konnte man die Stadt auch an Ihren Fabriken erkennen. Farbwerke Höchst, Degussa,  Hartmann & Braun, Pokorny, Günther & Co, Siemens, Adler Werke, Voigt & Häfner und viele mehr. Regen wir uns auf? Es gibt ja noch Possmann Ebbelwoi in Rödelheim, die reißen das noch raus.

Den Schlachthof haben Sie uns auch zugemacht. Stinkt und ist doch nicht fein genug! Die Liste könnte man noch weiter führen. Aber, und das ist jetzt das Wichtigste, man hat erkannt, daß es so nicht weitergeht.

Der Chef der Deutschen Bank, John Cryan,  hat ja in der vergangenen Woche gesagt, die Deutsche Bank muß nicht unbedingt eine Frankfurter Bank sein. Hört hört!!! Vielleicht eine Londoner Bank?

Herr Kengeter von der Deutschen Börse hat es ja gleich richtig gemacht. In seinen Bewerbungsgesprächen mit den Eignern der Börse hat er ganz bestimmt seinen “Masterplan” vorgestellt wie er sich die Weiterentwicklung der Frankfurter Börse so vorstellt. In London selbstverständlich, da hat man doch sowieso seinen Hauptwohnsitz. Den im Frankfurter Westend braucht man ja nur um abends nicht so alleine im Vorort Eschborn zu sein. In Frankfurt lebt es sich da schon besser.

Ein Schelm ist wer nun glaubt, daß in all diesen Gesprächen über Geschäftsideen, Konzepte,(Fusionen) Planungen, Verträge und Einkommen nicht über die Wertentwicklung des Aktienkurses gesprochen wurde. Das ist es doch was die Aktionäre/Eigner interessiert. Da kann man ja auch selbst einmal risikolos 4.5 Millionen Euro investieren. Man weiß ja daß der Aktienkurs nach Verkündung der Fusionspläne nach oben schießt.

Was hat das mit Insiderwissen zu tun. Natürlich nichts!

Schlimmer kann auch ein Heuschreckenschwarm nicht wüten. Einfliegen, einmieten, unterwandern, aussaugen, Hülle nach England ausspucken! Rülps….

Am besten raus aus der EU da greifen auch keine europäischen Gesetze mehr. Brexit ist Exit und Exit ist Weg´xit, für immer und ewig.

Es sei denn, die Hessische Landesregierung schiebt noch einen Riegel vor, als weisungsbefugtes Aufsichtsorgan der Frankfurter Börse. MP Bouffier und Minister Al-Wazir haben es in der Hand. Auch ob sie wieder gewählt werden wollen, oder als gescheitert  abgewählt werden.

Frankfurt First!, Frankfort First”  Frankfurt Ichi Ban!

Who the fuck cares about London?

Alte Börse Frankfurt 1845

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