Neuer Stadtteil von Frankfurt (Planung) bringt Nachbargemeinden in Rage

Frankfurt hat sich endlich über den Standort des dringend benötigten, neuen, Stadtteils geeinigt. Dies soll nach Presseberichten beidseitig der Autobahn A5 auf bisherigem Ackerland entstehen. Auf Frankfurter Seite an Praunheim anschliessen, auf der anderen Seite der A5 an Steinbach grenzen.

Der Magistrat geht von einem Zuwachs von circa 100.000 Einwohnern in den 13 Jahren aus.

Für sie soll es in dem neuen Stadtteil bezahlbaren Wohnraum geben, verspricht Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Die Voraussetzungen dafür seien gut, denn 40 Prozent der Grundstücke gehörten der Stadt, andere seien im Eigentum stadtnaher Stiftungen. Grundstücksspekulation soll es aber ohnehin nicht geben. Denn die Stadt bereitet eine „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ wie am Riedberg vor. Das heißt, die Grundstückspreise werden zu einem bestimmten Zeitpunkt eingefroren.
Auf den roten Flächen könnte der noch namenlose neue Stadtteil entstehen. Platz wäre für rund 10 000 Wohnungen.
Auf den roten Flächen könnte der noch namenlose neue Stadtteil entstehen. Platz wäre für rund 10 000 Wohnungen.

Hier ist der neue Stadtteil geplant.

Wie die Bebauung genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Das Stadtplanungsamt hat aber bereits verschiedene Varianten erstellt. Favorisiert wird derzeit das „Fingermotiv“ mit fünf verschiedenen Quartieren (siehe Grafik). Demnach könnten 3000 bis 4000 Wohnungen östlich der Autobahn und etwas mehr auf der anderen Seite entstehen. Es handle sich nicht um eine Trabantenstadt, sagte Josef. „Wir werden die Stadt weiterbauen.“ Ziel sei es, ein urbanes Quartier zu schaffen.
U-Bahn wird verlängert

Der Stadtteil ist nicht ohne Probleme. Das größte ist die Autobahn. Sie soll aber im Zuge des geplanten achtspurigen Ausbaus mit einem Lärmschutzwall abgeschirmt werden. Auch die Verkehrserschließung muss gelöst werden. Neben der Ortsumfahrung Praunheim soll es eine Umgehungsstraße von Oberursel-Weißkirchen südlich an Steinbach vorbei nach Eschborn geben. Außerdem soll die U 6 Richtung Steinbach verlängert werden. Die S-Bahn verläuft in der Nähe, außerdem soll die Regionaltangente West kommen. „Bevor das erste Haus entsteht, werden die Infrastruktur und die Schulen gebaut“, verspricht Josef.

Die Politiker der angrenzenden Gemeinden gehen jetzt teils massiv auf die Barrikaden und versuchen Stimmung gegen die Frankfurter Pläne zu machen. Besonders Steinbach, vertreten durch seinen Bürgermeister Dr. Stefan Naas regt sich tierisch auf. Nicht nur, daß man die neuen Frankfurter nicht direkt vor der Nase will, sondern er befürchtet auch eine kalte Eingemeindung seines Nestes im Speckgürtel von Frankfurt. Na klar, er wurde in Frankfurt geboren, studierte hier und arbeitete auch am Landgericht und beim Finanzamt. Seit 2009 ist er Bürgermeister von Steinbach und außerdem bekennendes Mitglied bei der gelben Partei.

Pfui Teufel

Wie oft gehen er und seine Mitbewohner dieses Dorfes wohl nach Frankfurt einkaufen, essen, ins Theater oder Kino,( in den Puff –  er natürlich nicht, so was tut ein Politiker doch nicht ) oder zu Sportveranstaltungen? Das interessiert ihn natürlich nicht. Er hat wohl nur Angst um seine Pfründe und seinen Job. Ein typisch kleinbürgerliches Gehabe, die anderen können ja wohl auf dem Acker zelten, Hauptsache weit weg von Steinbach. Hoffentlich zeigt man diesem “Weltbürger” bald seine wahren Grenzen auf.

Frankfurt mag die anliegenden Gemeinden wohl manches Mal vor den Kopf stoßen, das läßt sich wahrscheinlich nur schwer vermeiden, auch hier gibt es Hohlköpfe in der Stadtregierung. Aber, und das ist entscheidend, man kann den Bevölkerungszuwachs in den Ballungsgebieten nicht stoppen oder gar vermeiden, man muß Raum schaffen für die Menschen zu leben, zu arbeiten und sich zu integrieren.

Wenn Herr Doktor Naas die Nachbarschaft nicht mag soll er doch nach MacPom gehen oder nach Brandenburg, da gibt es viel zu tun für ihn. Allerdings gibt es kein flächendeckendes Internet oder Mobilfunknetz. Dann hört man ihn auch nicht bei seinem Lamento.

Es ist eine grenzenlose Frechheit und menschenverachtende Haltung eines Politikers der öffentlich solch eine Meinung vertritt.

Vielleicht sollte man den neuen Stadtteil  “Frankfurt Neu-Steinbach” nennen, die Hauptstraße “Nasser Wiesengrund” oder Gelb-Molchallee.

Rauhäutiger Gelbbauchmolch

Abwählen ist die Antwort!

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