…—… SOS – Rettet die Kleinmarkthalle …—…

Was ist los mit der Kleinmarkthalle in Frankfurt? Der frühere Lieblingsmarkt der Frankfurter,wo es eigentlich fast alles  zu kaufen gab,  ist offensichtlich zu einem zweitklassigen Markt für Produkte des östlichen Mittelmeeres geworden..

Wenn man durch die Markthalle läuft findet man immer weniger Marktstände mit hiesigen Delikatessen, stattdessen viele Anbieter von Oliven, Pasten und Salate, teilweise nebeneinander. Die Qualität der Produkte ist nicht auf hohem Niveau obwohl der Markt ein vorzüglicher Platz für Delikatessen aus hiesiger Provenienz sowie aus ganz Europa sein könnte.

Momentan gewinnt man den Eindruck es geht nicht um Vielfalt sondern wer auf die Konditionen der Marktgesellschaft eingeht erhält den Vorzug. Es wird eine Umsatzbeteiligung von 10 Prozent des Umsatzes verlangt, zuzüglich der Miete natürlich, und das ist tödlich für viele kleine Unternehmer.

Monate mit sehr hohen Marktpreisen für zum Beispiel Gemüse oder Obst, oder Blumen, bei schlechtem Wetter in den Anbaugebieten, ist ein 10 prozentiger Umsatzanteil to kill für den Markthändler, wenn man bedenkt, dass die normalen Kosten wie Personal, Betriebskosten, Miete etc. ja weiterlaufen und 10 Prozent des Umsatzes greift dem Händler tief in die Tasche denn es ist ja kein Gewinnanteil sondern normaler Verkaufserlös.

In den letzten Monaten haben einige Betriebe den Verkauf eingestellt und die Kleinmarkthalle verlassen. Die neueste Schließung betrifft das Schinken Eck, das wegen Krankheit des Betreibers schließt. Es bleibt abzuwarten ob ein neuer interessanter Betrieb dort einziehen wird oder ein weiterer Oliven Anbieter oder Saftpresser. Nachdem der Feinkost Stand der Familie Novak schloß, haben bereits 2 dieser Betriebe ihr Glück versucht aber bei mangelnder Nachfrage teilweise wieder geschlossen.

Nur Convenience Stände mit warmer Wurst, Kaffee und Tee, Bier und Wein und schnellem Essen tun es nicht.

Man kann den Eindruck gewinnen, daß die Marktleitung die Kleinmarkthalle zu einem Fastfood Center machen will. Auch getrunken wird dort viel, die Weintränke auf der Empore quillt über von trinkenden Rentnern, von morgens bis abends. Mit einer Markthalle hat dies nichts zu tun. Es ist nichts dagegen einzuwenden wenn Fischhändler Austern und ein Glas Wein anbieten aber wer Street Food sucht soll auf einen Rummelplatz gehen oder nach Bangkok reisen. Die Markthalle hat eine seriöse Aufgabe die interessierte Kundschaft mit frischen Produkten, Delikatessen, Obst und Gemüse, BIO Produkten, Wurst und Fleisch, frischem Fisch Meeresfrüchten und vielem mehr zu versorgen. Der Weihnachtsmarkt oder das Main Fest sind dann für das Fastfood zuständig.

Es ist gar kein Problem auch auf östliche Mittelmeer Produkte zu setzen, immerhin hat Frankfurt einen Einwohneranteil von ca 20 Prozent, plus/minus, aus diesem Kulturkreis, aber nicht 30 Prozent aufwärts.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich spreche nicht von der Nationalität der Anbieter sondern der Produkte.

Die Halle müßte dringend renoviert werden und ein Teil der Stände sollte auf neueste Technik gebracht werden. Die Kühltheken der Metzger sind fast alle überaltert und bedürfen dringend einem Upgrade. Der Aufzug bricht ständig zusammen und es dauert Wochen bis eine Reparatur erfolgt.

Hallo Magistrat, wacht auf und tauscht die Marktleitung aus. Wenn nicht dauert es nicht mehr lange und die meisten der Händlerstände befinden sich in wenigen Händen, betrieben von Strohmännern mit Hartz IV Bildung. Was die Kleinmarkthalle braucht sind kundige Händler die wissen wie man Qualitätsprodukte einkaufen, präsentiert und verkauft.

Danke.

 

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