SGE-VFB 2:1 – Haller legt Stuttgart auf die “Seite”

 

 

Grosse Erwartung in Frankfurt. Der erste Heimsieg der Saison musste her. Leicht gesagt und geschrieben, aber wie soll die Mannschaft das schaffen? Aller Versuche im Waldstadion zu gewinnen sind in dieser Saison bereits gescheitert. Gegen Wolfsburg und gegen Augsburg wollte kein Tor gelingen. Man rannte gegen das gegnerische Tor an, aber irgendwie fehlte entweder das Quentchen Glück oder es war spielerisches Unvermögen im Spiel. Gestern sollte es anders werden. Der Trainer hatte sich schon im Vorfeld gegen die übergroße Erwartungshaltung in der Bundesliga geäußert und bat um Geduld.

Klar musste Kovac um Geduld bitten. Er konnte ja nicht wissen ob es gelingen würde. Die Mannschaft ist noch immer geschwächt durch viele Verletzte Stammspieler wie Meier, Fabian, Mascarell,  und gestern auch Hasebe. Marc Stendera kam zurück und zeigte eine stabile Leistung, mußte aber verletzungsbedingt oder ausgelaugt,  ausgewechselt werden.Immerhin brachte er den Pass auf den Weg aus dem der Abspielfehler von Badstuber und dann das Tor von Rebic resultierte.

Die erste Halbzeit war geprägt durch viel Taktik, eine starke Leistung der Stuttgarter im Sturm und viele erfolglose Versuche in Führung zu gehen. Das galt für beide Mannschaften. Die Führung für Frankfurt fiel durch Ante Rebic der einen Fehler im Abspiel von Badstuber nutzte  und den Ball eiskalt an Zieler vorbei in das Stuttgarter Tor schoss.

Nach der Pause begann der VFB stürmisch und traf auf eine verunsicherte Frankfurter Mannschaft. Dazu kam, dass Frankfurt einen Spieler durch eine rote Karte verlor. Was war geschehen? Falette brachte den Stuttgarter Terodde durch einen Stoß in den Rücken zu Fall und sah folgerichtig die rote Karte. Den Elfmeter den Dr. Brych gegen Frankfurt verhänge kam allerdings nicht zur Ausführung da der Videobeweis zeigte, dass die Tat vor der Strafraumgrenze geschah. Die rote Karte blieb, der Freistoß ging himmelhoch über das Tor.

Zuvor allerdings hatte Terodde in der 61. Minute das 1:1 erzielt. Der Einwechselspieler stand vollkommen frei und konnte ungehindert einköpfen.

Frankfurt war danach angezählt und ohne Videobeweis wäre wohl eine Elfmeter fällig gewesen und hätte die SGE  endgültig von den Füßen geholt.

Aber, und das war das wunderbare, die Frankfurter überwanden die Druckphase der Stuttgarter Kicker und raffte sich auf in Unterzahl das Spiel zu drehen. Zwei tolle Chance ergaben sich für Haller und für Gacinovic. Haller schoß auf das Tor und Zieler konnte nur noch mit den Füßen abwehren. Pech. Dann erhielt Gacinovic, nach herrlichem Zuspiel von Haller, freistehend vor Zieler die Chance zum Siegtreffer, vergab diese aber kläglich.

Es blieb Haller dann vorbehalten in der letzten Minute der Verlängerung den Siegtreffer mit einem herrlichen Seitfallzieher zu erzielen. Terodde köpfte einen Freistoß von Willems ungehindert weg, allerdings  auf Haller, der sich in die Luft schraubte und den Ball mit dem tollen Fallseitzieher, ala Klaus Fischer, ins Tor einschoß.

Das Spiel war aus, die Spieler warfen sich vor Freude auf Haller und die Fans tobten. Kovac schlug vor Freude die Hände vor das Gesicht und sein Bruder gratulierte ihm als erster.

Sebastien Haller

In der FAZ schrieb Peter Heß heute ” Im siebten Bundesligaspiel hat die Sieben-Millionen-Euro-Investition kräftig zurückgezahlt.”  Was soll das Herr Heß? Das paßt doch besser zu den Kommentatoren von Sky. Haller war wegen all dieser ständigen Bemerkungen über seine Ablösesumme eh schon total verunsichert und stand unter Druck ein Tor zu erzielen. Weshalb diesen tollen Spieler nur ständig und immer wieder auf seine Ablöse reduzieren?

Er hat es allen heute gezeigt und ein tolles und für ihn so wichtiges Tor erzielt. Weiter so.

App-laus, App-laus
Monsieur Haller.

 

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