Eintracht gegen Werder Bremen 2:1 (Last Minute)

Last Minute, so könnte man sagen,  kam schon wieder ein Sieg der SGE zustande. Haller erzielte ein sehenswertes Tor als er eine hüfthohe Flanke von Tawatha gekonnt in den Winkel zirkelte.(89) Das erste Tor erzielte Rebic mit einem tollen Rechtsschuß  über den Torwart der Bremer hinweg. Bevor Haller wieder in der letzten Minute zuschlug kassierte die Eintracht das 1:1 durch Moilander in der 25. Minute. Dieser erzielte das Tor aus einer totalen Unordnung in der Frankfurter Abwehr heraus.

Sebastien Haller

Was ist denn los bei der Eintracht? Bevor Haller den Endstand herstellte, mußte sich die Eintracht doch einige Pfiffe der Fans anhören, geschuldet der zerfahrenen Leistung der Frankfurter Truppe.

Ralf Weitbrecht von der FAZ schrieb am Montag in seinem Artikel treffend: Spieler aus vieler Herren Ländern, angeleitet vom akribischen Trainer Niko Kovac, sind seit mehr als einem Jahr schon unter dem Dach der Eintracht vereint. Seit diesem Sommer geht es noch internationaler zu. Und es stimmt wirklich: Dank des Erfolgs gegen Werder grüßt die Kovac-Truppe nach dem ersten Saisondrittel als Tabellensiebter. Eine erfreuliche Momentaufnahme, die Kovac aber nicht überbewertet wissen möchte. “Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir müssen weiter arbeiten, arbeiten, arbeiten.

Sein FAZ – Kollege Peter Heß, drückte es in seinem Kommentar folgendermaßen aus:

Wenn Haller gegen Stuttgart und Bremen sowie Rebic in Hannover nicht ihre Traumtore gelungen wären, stünden die Frankfurter bei zwölf Punkten und müssten sich sorgen, nicht in die Abstiegszone abzurutschen. Deshalb tut Niko Kovac gut daran, jeden Sieg als Speckschicht für drohende magere Wochen zu sehen und nicht als Sprosse für einen möglichen Aufstieg in höhere Sphären. Mehr spielerische Qualität, die Einführung des gepflegten Flachpasses, die Erhöhung der Passquote von 73 auf 80 Prozent (ein Wert der in der Bundesliga üblich ist) wären ein solideres Fundament für die Zukunft als Last-Minute Schnäppchen.

Ich stimme Herrn Heß zwar nicht immer zu, hier hat er allerdings vollkommen recht. Hier muß das Trainerteam ansetzen. Immer wieder melden sich Spieler der Eintracht vor oder nach Spielen zu Wort und warnen vor Gegnern oder lassen sich darüber aus was im Spiel falsch gelaufen ist und was verbessert werden muß. Wir als Fans und Anhänger der Frankfurter Eintracht wissen das. Der Trainer wohl auch. Das drückt sein Gesicht im Laufe einer Partie sehr deutlich aus. Aber wissen die Spieler das auch? Oder reden Sie nur gerne darüber?

Männer übt doch endlich einmal das Zuspiel, flache Pässen, Torabschlüsse. Wenn der Bundesligadurchschnitt bei 80 Prozent liegt aber Eure Quote nur bei 73 Prozent, dann besteht doch dringender Handlungsbedarf.  Herr Heß hat recht. Als Zuschauer fühlt man die ständige Drohung einer Niederlage obwohl die Kompetenz des Trainerteams und die fußballerische Potenz vieler SGE Spieler unzweifelhaft vorhanden sind. Es muß nur alles zusammenkommen. Sonst droht bald wieder eine Phase der Niederlagen und verpaßten Siegen wie in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison.

Bevor das Jahr 2017 um ist stehen noch Spiele an gegen Hoffenheim, Leverkusen, Berlin, München, Hamburg und Schalke. Dieses Restprogramm des Jahres bietet wohl noch einige Höhepunkte aber auch viel Gänsehaut und Zittern für die Fans.

2015 habe ich einen Artikel mit den folgenden Titel über die Eintracht geschrieben:

Eintracht Frankfurt – Der Muntermacher für die Looser der Liga

 

Ja damals ging es um etwas anderes, der Trainer war Herr Schaaf und die Spiele wurden oft weg geschenkt. Oft gegen Ende der Partie. Aber trotz einem ganz anderen Spielerkader, schon damals hatte man ähnliche Probleme. Man träumte immer noch von Europa und war doch kaum in der Lage einen Vorsprung über die Runden zu bringen, oder den Ball zum Kollegen und nicht an den Gegner zu verlieren.

Ich bin weit davon entfernt dem ausgezeichneten Trainerteam aufzuzeigen was zu tun ist, die wissen das selbst, und noch besser. Aber es muß auch umgesetzt werden. Als Pep Guardiola, der Katalone, die Bayern übernahm, brachte er den Lederhosenträgern erst einmal den Tiki – Taka Fußball bei. Dann kam der sichere Erfolg.

Bevor einzelne Spieler sich über ihre Europaträume bei Journalisten äußern sollten diese erst einmal lernen den Ball sauber und fein zu spielen.

Dann kommen auch mehr Tore und man muß nicht mehr auf Haller hoffen. Vielleicht kommen ja auch die Meiers und Fabians bald wieder. Es kann nicht schaden. Denen gelangen auch Tore bevor die Partiedämmerung einsetzte. Meier hat fast Alles erreicht indem er freiwillig übte und übte und übte. Man nennt das auch arbeiten.

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