“Pleitegeier” begrüßt Touristen auf dem Frankfurter Römerberg

Der Geier ist auf dem Frankfurter Römerberg gelandet, Foto: wyg

Pleitegeier

Der Pleitegeier wird als Vogel dargestellt, der entweder vom Gerichtsvollzieher als Kuckuck auf den Schrank geklebt wird oder als Aasvogel, der ständig über einem kreist. Er symbolisiert Armut oder generell Geldverlust. Dann kreist eben der Pleitegeier. Der Begriff hat mit dem Vogel ursprünglich überhaupt nichts zu tun. Er kommt aus dem Jidischen. “plajte gajn” heißt dort soviel, wie flüchten. eben, weil man Schulden hat oder aus Armut. Ein Mensch, der solches tut, ist ein “plajte gajer”, aus dem dann später der Pleitegeier abgeleitet wurde. Pleite gehen im eigentlichen Sinn wird heute für betrügerische Insolvenz und Insolvenzbetrug benutzt.

Soviel zum Hintergrund des Wortes. Was ist auf dem Römerberg geschehen? Ein Pleitegeier hat auf dem Gerüst des Gerechtigkeitsbrunnen sein Nest gebaut und fühlt sich dort offensichtlich sehr wohl. Der Frankfurter Künstler Uwe Grodd hat wieder zugeschlagen, auf dem leeren Podest wo normalerweise Justicia wacht. Diese ist in Thüringen zur Reparatur und wartet wieder nach Frankfurt zu kommen. Das geht aber auch nach langer Zeit noch nicht, denn der Sockel des Brunnens muß auch noch in Stand gesetzt werden. Das Gitter muß noch in Ordnung gebracht werden aber das hat sich aus unerfindlichen Gründen lange verzögert. Wohl aus Geldmangel? Oder weil einer gepennt hat? Zur Eröffnung der Altstadt wird es wohl nichts. Aber vielleicht im nächsten Jahr wenn der Römerberg neu gepflastert wird.

Der Magistrat sollte sich schämen den Brunnen in diesem Zustand zu belassen obwohl die neue Altstadt große Mengen von Touristen aus aller Welt anziehen wird. Den Touristen wird dann sofort gezeigt, daß die Stadt des Geldes, der Banken und damit auch einer der Brexit Gewinner unfähig ist einen Brunnen direkt vor dem Rathaus zu reparieren. Das braucht halt schon Jahre. Wie lange wird es da wohl dauern genügend Wohnungen und Büroraum für die neuen Banker und ihre Familien zu bauen. Abgesehen von den Wohnungen die schon jetzt von ihren Bürgern dringend benötigt werden. Herr Feldmann wurde zwar wieder gewählt aber er ist keinen Deut besser geworden, eher wie wundgelegen nach zuviel Büroschlaf und vergessen zu wenden.

Hoffentlich hat man wenigstens die Größe den Pleitegeier von Uwe Grodd so lange auszuhalten bis alles endlich fertig und herzeigbar ist.

Ein klares NO GO für den Magistrat.

 

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