Thomas David Lukas Olsen (früher Magnus Gäfgen – Kindermörder)

 

Justitia

Erstmals publiziert am 27.Dezember 2017  (versehentlich gelöscht – deshalb an dieser Stelle neu publiziert)

Vor 15 Jahren geschah dieses schreckliche Verbrechen. Der kleine Jakob Metzler wäre jetzt 26 Jahre alt. Er ist tot. Sein Mörder lebt. Er lebt im Zuchthaus unter einem neuen Namen. Thomas David Lukas Olsen. Diesen nahm er an damit er sich leichter wieder in die Gesellschaft einfügen kann. Dies geschieht hoffentlich niemals. Er soll unter Sicherungsverwahrung dort verbleiben. Der Kindermörder Magnus Gäfgen, alias Thomas David Lukas Olsen.

Nachfolgend noch einmal der Fall.

Der Fall Magnus Gäfgen ist einer der brutalsten und markantesten Mordfälle der jüngeren Kriminalgeschichte der Stadt Frankfurt und wird aus diesem Grund hier erwähnt und kommentiert. Alleine die Begleitumstände des Mordes und im Zuge der Aufklärung verlangen nach Berücksichtigung bei der Beurteilung des Mörders. Kein anderer Kriminalfall außer dem Fall “Rosemarie Nitribitt” hat soviel Aufsehen in der Bevölkerung dieser Stadt verursacht. Sogar ein Polizeipräsident fiel im Rausch des Aufklärungsdrucks über seinen gutgemeinten Druckversuch auf diesen Verbrecher.

Gemäß einem Bericht der Bild Zeitung zufolge hat Magnus Gäfgen seinen Namen geändert und heißt jetzt Thomas David Lukas Olsen. Die Umbenennung sei bereits im September 2017 genehmigt worden, berichtete die Zeitung heute. Eine Resozialisierung  sei mit dem alten Namen fast unmöglich, so die Bild Zeitung, daher sei die Änderung genehmigt worden. Gäfgen hatte den damals 11 – jährigen Bankierssohn Jakob von Metzler 2002 entführt und ermordet. Dafür war er 2003 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er sitzt in der JVA Kassel ein.

Hier eine Chronik des Geschehens.

Wer ist Gäfgen?

Gäfgen wuchs im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen als Sohn eines Bauingenieurs und einer Erzieherin in einer Arbeitersiedlung auf. Seine Eltern erzogen ihn streng katholisch, er engagierte sich in seiner Heimatgemeinde als Jugendbetreuer. Er legte 1995 das Abitur an der Carl-Schurz-Schule ab. Anschließend leistete er Zivildienst in der Altenpflege, 1996 begann er an der Goethe Universität in Frankfurt am Main ein Studium der Rechtswissenschaft.

In dieser Zeit schloß er sich Jugendlichen an, die aus wohlhabenden Elternhäuser stammten. Er gab vor, selbst wohlhabend zu sein, und verbrauchte dafür auch einen Rentenfonds den sein Vater für ihn angespart hatte. Er begann eine Beziehung zu einem damals 15 – jährigen Mädchen und finanzierte diesem einen Urlaub in Florida, danach waren seine finanziellen Reserven erschöpft. Über seine Freundin lernte er auch die Schwester seines späteren Entführungsopfers kennen. Mindestens einmal fuhr er mit seinem Auto die Kinder der Bankiersfamilie von Metzler nach Hause. Diesen flüchtigen Kontakt nutzte er später, um sich das Vertrauen des elfjährigen Jakob von Metzler zu erschleichen.

Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

Um seien aufwendigen Lebensstil weiterhin finanzieren zu können, tat Gäfgen folgendes: Er lockte am 27. September 2002 Jakob von Metzler unter einem Vorwand in seine Wohnung und tötete ihn dort. Obwohl sein Opfer nicht mehr lebte, ließ er den Eltern des Opfers ein Erpresserschreiben mit einer Lösegeldforderung über eine Million Euro zukommen. Noch am selben Tag versteckte er die Leiche bei einem Weiher der osthessischen Gemeinde Birstein.

Ort der Geldübergabe im Entführungsfall Metzler: Straßenbahnhaltestelle Oberschweinstiege im Frankfurter Stadtwald.

Gäfgen nahm das geforderte und bereitgestellt Lösegeld an sich. Er wurde dabei anhand seines Autokennzeichens von der Polizei identifiziert und anschließend beschattet. Als er sich mehrere Stunden nicht um sein – von der Polizei als noch lebend vermutetes – Opfer kümmerte, sondern stattdessen einen Neuwagen bestellte und einen gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin buchte, wurde er am 30. September 2002 im Parkhaus des Frankfurter Flughafens festgenommen.

Nachdem Gäfgen in der polizeilichen Vernehmung den Verbleib und Zustand seines Opfers verschleiert und zwei unbeteiligte Bekannte als Mittäter beschuldigt hatte, ordnete der damalige Polizeipräsident Wolfgang Daschner an, durch Gewaltandrohung die aus seiner Sicht möglicherweise lebensrettende Aussage zum Aufenthaltsort des 11-jährigen Jungen zu erzwingen. Gäfgen machte daraufhin zutreffende Angaben, so daß die Polizei die Leiche des Entführungsopfers finden konnte Für diese Gewaltandrohung mußte sich Daschner später im Daschner-Prozess strafrechtlich verantworten.

Gerichtsverfahren und Haft

Am 28. Juli 2003 verurteilte das Landgericht Frankfurt am Main Gäfgen wegen Mordes in Tateinheit mit Freiheitsberaubung in zwei Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und stellte dabei die besondere Schwere der Schuld fest, die einer Strafaussetzung zur Bewährung gemäß § 57a StGB nach der Mindestdauer von 15 Jahren entgegensteht. Die Verurteilung beruhte insbesondere auf seinem Geständnis in der Hauptverhandlung. Seine Revision vor dem Bundesgerichtshof wurde am 21. Mai 2004 verworfen. Auch seine Verfassungsbeschwerde hatte keinen Erfolg: Gäfgen habe nicht genügend begründet, warum der Verfahrensverstoß bei der Vernehmung nach der Verhaftung zwingend auch ein Hindernis für das Strafverfahren nach sich ziehen musste

Seit November 2012 verbüßt Gäfgen seine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Kassel I.

In der Haft legte Gäfgen das Erste juristische Staatsexamen ab. 2005 veröffentlichte er das Buch “Allein mit Gott – Der Weg zurück”.

Im September 2006 meldete Gäfgen Verbraucherinsolvenz an. Seit dem 8. Dezember 2012 ist er schuldenfrei.

Seit September nennt er sich jetzt Thomas David Lukas Olsen

Weshalb hat man ihm das genehmigt? Warum darf er das? Er ist ein verurteilter Kindesmörder der besonders brutal vorgegangen ist und wie die Polizeiberichte zeigen auch ohne jegliche Reue und Mitleid. Er erpresste die Eltern obwohl er den Jungen sofort ermordet hatte. Er bestellte Autos und Flugtickets und dachte nur daran sein Leben luxuriöser zu gestalten.

Seit dem er einsitzt hat er die Gerichte vielfach beschäftigt, immer mit dem Ziel des Vorteils für ihn, nicht der Reue oder des Mitleids mit der Familie.

Wie will man diesen Mörder resozialisieren ? Darf man das überhaupt oder muss er tatsächlich lebenslang einsitzen damit er keine Gefahr mehr für andere Bürger darstellt?

Er hat während der Haft Rechtswissenschaft studiert und es liegt auf der Hand, daß er sein Wissen nur zu seinen Gunsten nutzen wird, sobald er wieder in Freiheit ist.

Wir meinen daß Magnus Gäfgen nicht auf freien Fuß gesetzt werden sollte. Dieser Mann hat eine Resozialisierung nicht verdient. Falls die Gesetze dies erlauben sollte er in Haft oder unter Aufsicht bleiben. Auf jeden Fall hinter Schloß und Riegel.

Wie muß der Familie Metzler zu Mute sein wenn sie davon hört wie dich die Justiz um die Zukunft dieses Mörders, des Mörders ihres Sohnes sorgt. Unser Mitgefühl gehört der Familie Metzler, nicht Herrn Olsen alias Gäfgen.

 

 

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