Rosemarie Nitribitt – ermordet 1957

Rosemarie Nitribitt mit 190 SL und Hund

Rosemarie Nitribitt mit 190 SL und Hund

Am 1. November 1957 läutete ihr Putzfrau vergeblich an der Wohnungstür. Auch schon am Tag zuvor wurde ihr nicht geöffnet.Sie machte sich Sorgen und alarmierte die Polizei, die dann nur noch den Tod der Nitribitt feststellen konnte. Man fand die Leiche auf dem Rücken liegend, sie wies schon starke Verwesungsspuren auf. Sie hatte ein Platzwunde am Kopf und Würgemale am Hals.

Deutschlands bekannteste Dirne

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Ganz Deutschland wollte wissen: Wer hat die Nitribitt ermordet?

Frankfurts bekannteste Edelprostituierte wurde in Düsseldorf geboren und auf den Namen Maria Rosalia Auguste Nitribitt getauft. Sie kam aus sehr einfachen Verhältnissen und verbrachte einige Jahre in verschiedenen Pflegeheimen. Zuletzt wohnte sie bei Pflegeeltern in der Eifel, bis sie dann Ende der 40er Jahre nach Frankfurt kam. 1956 bezog sie eine 2 – Zimmer – Wohnung im Obergeschoss der Stiftstraße 36. Für damalige Verhältnisse ein Luxusapartment  mit Panoramafenstern, Sprechanlage und Fußbodenheizung. Die monatliche Miete betrug DM 300 und die Nitribitt konnte sich diese leisten, Ihre Geschäfte liefen hervorragend. Damals entsprach die Miete dieser Luxuswohnung dem Monatsgehalt einer Verkäuferin. Die Polizei schätzte später, dass Rosemarie Nitribitt 1956 Einnahmen in Höhe von DM 80.000 hatte.

Die Nitribitt rauchend im Auto

Die Nitribitt rauchend im Auto

Sie arbeitete offiziell als Bardame und Mannequin und stand mit ihrem vollen Namen in Telefonbuch. Sie war immer sehr modisch gekleidet, fuhr Anfangs einen Opel Kapitän und dann später, ein schwarzes Mercedes Cabrio, SL 190 mit roten Ledersitzen. Sie strahlte Luxus und große Eleganz aus, nicht den billigen Look des Straßenstrichs. Die Nitribitt verkehrte in den höchsten Ebenen der Wirtschaftswelt. Wer hatte sie ermordet, diese Frage beschäftigte nicht nur ganz Frankfurt sondern die ganze Republik.

In der Wohnung im oberen Stockwerk wurde die Leiche gefunden

In der Wohnung im oberen Stockwerk wurde die Leiche gefunden

Kurz nach dem Fund der Leiche wurde ein Handelsvertreter verhaftet, ein gewisser Heinz Pohlmann. Er hatte für sie Erledigungen ausgeführt und hatte sich bei Vernehmungen in Widersprüche verwickelt. Sehr auffällig war außerdem, dass er sich kurz nach dem Mord ein neues Auto leisten konnte, was damals nicht alltäglich war. Dies machte ihn ebenfalls verdächtig. Man sagte aber, es sei durchaus denkbar, dass er von prominenten Kunden Schweigegeld erhielt. Viele dieser Herren hatten natürlich kein Interesse daran mit der Nitribitt und dem Mord in Verbindung gebracht zu werden. Er wurde aber in einem Indizienprozess freigesprochen, bekam eine neue Identität und verzog nach München.

Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt. Es entstanden einige Filme über das Leben und den Tod der Nitribitt und es wurde auch sehr viel darüber geschrieben. Sie wurde in Düsseldorf, ihrem Geburtsort begraben.

Das Grab der Nitribitt in Düsseldorf auf dem Nordfriedhof

Das Grab der Nitribitt in Düsseldorf auf dem Nordfriedhof

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