Der größte Internetknoten der Welt – “DE-CIX” ist in Frankfurt

Alles fließt -Wusße schon Heraklit vor 2.500 Jahren-

 

Mitten durch Frankfurt fließen jeden Tag Unmengen an Informationen: durch die Glasfaserleitungen des Internetknotens De-Cix.

Der größte Internetknoten der Welt sitzt in Frankfurt. Und meldet immer wieder neue Weltrekorde. Die übertragene Datenmenge hat mittlerweile mehr als 6 Terabit pro Sekunde erreicht. Ins Analoge übersetzt wären dies 1,5 Milliarden voll beschriebene DIN-A4-Seiten. 140 Kilometer hoch in den Himmel würde ein solcher Stapel ragen.

Anfangs war der Frankfurter Internetknoten eine handliche Angelegenheit. Das Gerät war nur schuhkartongroß und stand unauffällig in einem Büro. Doch die Struktur ist im Prinzip noch dieselbe. Die Daten werden über ein Glasfaserkabel empfangen und wieder herausgeschickt. Herzstück der Anlage ist der „Switch“ – ein Kasten mit diversen Ports. Er sorgt dafür, dass die Datenpakete – „Frames“ genannt – ihr Ziel erreichen.

Aus Gründen der Sicherheit ist alles mindestens doppelt ausgelegt. Es gibt zwei Stromkreise. Fallen beide aus, schaltet sich eine Batterie ein. Im äußersten Notfall würde ein Dieselnotstromaggregat hochfahren. In einem Nebenraum kontrolliert jemand den Datenfluss. Sobald es eng wird, schaltet er auf eine weniger beanspruchte Leitung um. Streikt dennoch einmal ein Switch, springt ein baugleicher Ersatz ein. Ausgefallene Komponenten können vom Hersteller innerhalb weniger Stunden ersetzt werden.

Das Peering geschieht auf mehreren Routern gleichzeitig. Die 21 Rechenzentren sind alle mit der ISO-Norm 27001 zertifiziert, die hohe Anforderungen stellt. Seit mehr als zehn Jahren hat der Frankfurter Internetknoten nicht den Ausfall der Plattform verkraften müssen. Gefährlich könnte allerdings ein Brand werden. Die DE-CIX Management GmbH fordert deshalb eine ausgetüftelte Klimatisierung. Generell sind die Sicherheitsauflagen nach der ISO-Norm 27001 sehr strikt.

Ungeachtet der Bedrohungen des freien Datenverkehrs durch die internationale Sicherheitslage verteidigt DE-CIX die Stellung als führender Internetknoten der Welt. Die Konkurrenz von AMS-IX aus Amsterdam und Linx in London hat man vorerst hinter sich gelassen. Die DE-CIX Management GmbH mit ihrer Frankfurter Zentrale betreibt inklusive der Tochtergesellschaften mittlerweile 13 Internetknoten rund um den Globus mit über 1.300 angeschlossenen Netzwerken.

Dependancen befinden sich in Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin, Dubai, Istanbul, Palermo, Marseille, Madrid, Mumbai, New York und Dallas. Über 100 Mitarbeiter aus 20 Nationen engagieren sich für den reibungslosen Datenaustausch. Das Angebot erweitert sich stetig. Mit dem neuen Service DirectCloud finden Unternehmen nun auch mühelos die für sie geeigneten Cloud-Anbieter. „Alles fließt“, wusste schon der griechische Philosoph Heraklit 2.500 Jahre vor der digitalen Revolution.

Um für die Zukunft gewappnet zu sein, wurde eine Research-Abteilung gegründet. Die Experten beschäftigen sich mit der Frage, wie die Welt in einigen Jahren aussehen könnte und welche Auswirkungen die künftigen Entwicklungen auf die Wirtschaft und das Internet haben könnten. Die DE-CIX-Fachleute machen auch bei der Engineering Task Force mit, einem internationalen Gremium, das sich mit dem Fortschritt des Internet und seiner Standardisierung beschäftigt. Der eco-Dachverband ist überzeugt, dass mit den kommunizierenden Werkstücken der Industrie 4.0 auch in den nächsten Jahren ein hohes Wachstum garantiert ist.

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Thomas David Lukas Olsen (früher Magnus Gäfgen – Kindermörder)

 

Justitia

Erstmals publiziert am 27.Dezember 2017  (versehentlich gelöscht – deshalb an dieser Stelle neu publiziert)

Vor 15 Jahren geschah dieses schreckliche Verbrechen. Der kleine Jakob Metzler wäre jetzt 26 Jahre alt. Er ist tot. Sein Mörder lebt. Er lebt im Zuchthaus unter einem neuen Namen. Thomas David Lukas Olsen. Diesen nahm er an damit er sich leichter wieder in die Gesellschaft einfügen kann. Dies geschieht hoffentlich niemals. Er soll unter Sicherungsverwahrung dort verbleiben. Der Kindermörder Magnus Gäfgen, alias Thomas David Lukas Olsen.

Nachfolgend noch einmal der Fall.

Der Fall Magnus Gäfgen ist einer der brutalsten und markantesten Mordfälle der jüngeren Kriminalgeschichte der Stadt Frankfurt und wird aus diesem Grund hier erwähnt und kommentiert. Alleine die Begleitumstände des Mordes und im Zuge der Aufklärung verlangen nach Berücksichtigung bei der Beurteilung des Mörders. Kein anderer Kriminalfall außer dem Fall “Rosemarie Nitribitt” hat soviel Aufsehen in der Bevölkerung dieser Stadt verursacht. Sogar ein Polizeipräsident fiel im Rausch des Aufklärungsdrucks über seinen gutgemeinten Druckversuch auf diesen Verbrecher.

Gemäß einem Bericht der Bild Zeitung zufolge hat Magnus Gäfgen seinen Namen geändert und heißt jetzt Thomas David Lukas Olsen. Die Umbenennung sei bereits im September 2017 genehmigt worden, berichtete die Zeitung heute. Eine Resozialisierung  sei mit dem alten Namen fast unmöglich, so die Bild Zeitung, daher sei die Änderung genehmigt worden. Gäfgen hatte den damals 11 – jährigen Bankierssohn Jakob von Metzler 2002 entführt und ermordet. Dafür war er 2003 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er sitzt in der JVA Kassel ein.

Hier eine Chronik des Geschehens.

Wer ist Gäfgen?

Gäfgen wuchs im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen als Sohn eines Bauingenieurs und einer Erzieherin in einer Arbeitersiedlung auf. Seine Eltern erzogen ihn streng katholisch, er engagierte sich in seiner Heimatgemeinde als Jugendbetreuer. Er legte 1995 das Abitur an der Carl-Schurz-Schule ab. Anschließend leistete er Zivildienst in der Altenpflege, 1996 begann er an der Goethe Universität in Frankfurt am Main ein Studium der Rechtswissenschaft.

In dieser Zeit schloß er sich Jugendlichen an, die aus wohlhabenden Elternhäuser stammten. Er gab vor, selbst wohlhabend zu sein, und verbrauchte dafür auch einen Rentenfonds den sein Vater für ihn angespart hatte. Er begann eine Beziehung zu einem damals 15 – jährigen Mädchen und finanzierte diesem einen Urlaub in Florida, danach waren seine finanziellen Reserven erschöpft. Über seine Freundin lernte er auch die Schwester seines späteren Entführungsopfers kennen. Mindestens einmal fuhr er mit seinem Auto die Kinder der Bankiersfamilie von Metzler nach Hause. Diesen flüchtigen Kontakt nutzte er später, um sich das Vertrauen des elfjährigen Jakob von Metzler zu erschleichen.

Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

Um seien aufwendigen Lebensstil weiterhin finanzieren zu können, tat Gäfgen folgendes: Er lockte am 27. September 2002 Jakob von Metzler unter einem Vorwand in seine Wohnung und tötete ihn dort. Obwohl sein Opfer nicht mehr lebte, ließ er den Eltern des Opfers ein Erpresserschreiben mit einer Lösegeldforderung über eine Million Euro zukommen. Noch am selben Tag versteckte er die Leiche bei einem Weiher der osthessischen Gemeinde Birstein.

Ort der Geldübergabe im Entführungsfall Metzler: Straßenbahnhaltestelle Oberschweinstiege im Frankfurter Stadtwald.

Gäfgen nahm das geforderte und bereitgestellt Lösegeld an sich. Er wurde dabei anhand seines Autokennzeichens von der Polizei identifiziert und anschließend beschattet. Als er sich mehrere Stunden nicht um sein – von der Polizei als noch lebend vermutetes – Opfer kümmerte, sondern stattdessen einen Neuwagen bestellte und einen gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin buchte, wurde er am 30. September 2002 im Parkhaus des Frankfurter Flughafens festgenommen.

Nachdem Gäfgen in der polizeilichen Vernehmung den Verbleib und Zustand seines Opfers verschleiert und zwei unbeteiligte Bekannte als Mittäter beschuldigt hatte, ordnete der damalige Polizeipräsident Wolfgang Daschner an, durch Gewaltandrohung die aus seiner Sicht möglicherweise lebensrettende Aussage zum Aufenthaltsort des 11-jährigen Jungen zu erzwingen. Gäfgen machte daraufhin zutreffende Angaben, so daß die Polizei die Leiche des Entführungsopfers finden konnte Für diese Gewaltandrohung mußte sich Daschner später im Daschner-Prozess strafrechtlich verantworten.

Gerichtsverfahren und Haft

Am 28. Juli 2003 verurteilte das Landgericht Frankfurt am Main Gäfgen wegen Mordes in Tateinheit mit Freiheitsberaubung in zwei Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und stellte dabei die besondere Schwere der Schuld fest, die einer Strafaussetzung zur Bewährung gemäß § 57a StGB nach der Mindestdauer von 15 Jahren entgegensteht. Die Verurteilung beruhte insbesondere auf seinem Geständnis in der Hauptverhandlung. Seine Revision vor dem Bundesgerichtshof wurde am 21. Mai 2004 verworfen. Auch seine Verfassungsbeschwerde hatte keinen Erfolg: Gäfgen habe nicht genügend begründet, warum der Verfahrensverstoß bei der Vernehmung nach der Verhaftung zwingend auch ein Hindernis für das Strafverfahren nach sich ziehen musste

Seit November 2012 verbüßt Gäfgen seine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Kassel I.

In der Haft legte Gäfgen das Erste juristische Staatsexamen ab. 2005 veröffentlichte er das Buch “Allein mit Gott – Der Weg zurück”.

Im September 2006 meldete Gäfgen Verbraucherinsolvenz an. Seit dem 8. Dezember 2012 ist er schuldenfrei.

Seit September nennt er sich jetzt Thomas David Lukas Olsen

Weshalb hat man ihm das genehmigt? Warum darf er das? Er ist ein verurteilter Kindesmörder der besonders brutal vorgegangen ist und wie die Polizeiberichte zeigen auch ohne jegliche Reue und Mitleid. Er erpresste die Eltern obwohl er den Jungen sofort ermordet hatte. Er bestellte Autos und Flugtickets und dachte nur daran sein Leben luxuriöser zu gestalten.

Seit dem er einsitzt hat er die Gerichte vielfach beschäftigt, immer mit dem Ziel des Vorteils für ihn, nicht der Reue oder des Mitleids mit der Familie.

Wie will man diesen Mörder resozialisieren ? Darf man das überhaupt oder muss er tatsächlich lebenslang einsitzen damit er keine Gefahr mehr für andere Bürger darstellt?

Er hat während der Haft Rechtswissenschaft studiert und es liegt auf der Hand, daß er sein Wissen nur zu seinen Gunsten nutzen wird, sobald er wieder in Freiheit ist.

Wir meinen daß Magnus Gäfgen nicht auf freien Fuß gesetzt werden sollte. Dieser Mann hat eine Resozialisierung nicht verdient. Falls die Gesetze dies erlauben sollte er in Haft oder unter Aufsicht bleiben. Auf jeden Fall hinter Schloß und Riegel.

Wie muß der Familie Metzler zu Mute sein wenn sie davon hört wie dich die Justiz um die Zukunft dieses Mörders, des Mörders ihres Sohnes sorgt. Unser Mitgefühl gehört der Familie Metzler, nicht Herrn Olsen alias Gäfgen.

 

 

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Eintracht vs. Leipzig – 2:0

 

Eintracht Frankfurt

Im fast ausverkauften Stadion von Eintracht Frankfurt trat der “Schwächling” der späten Hinrunde gegen die kraftstrotzenden Limo-Bullen aus Leipzig an. Nur wenige “Fachleute” an den Mikrofonen gaben den Frankfurter eine Chance, alle sahen die Nagelsmänner, angeführt vom Superschnellen Werner,  schon vor dem Spiel als Sieger vom Platz gehen. So auch der “Bundes Jogi” der sich in der Halbzeitpause entsprechend äußerte.

Das Spiel begann auch erwartungsgemäß, die SGE geriet sofort mächtig unter Druck und man mußte das Schlimmste, ein oder zwei Tore Rückstand,  in der Anfangsphase erwarten. Doch es kam anders.

Die Leipziger rannten gegen das Tor von Kevin Trapp an, konnten aber die Pille nicht über die Linie bringen. Entweder hielt Trapp mit guten Paraden, oder die Bullen standen sich selbst im Weg oder verpaßten das Tor oder den Mitspieler.

Der von vielen erwartete Fehlstart in die Rückrunde blieb aus bei den Frankfurtern. Nachdem die Mannschaft schon für viele überraschend in Hoffenheim gewann, rettete sich die Eintracht über die erste Halbzeit und kam verwandelt aus der Kabine. Die Systemumstellung auf eine Viererkette fruchtete und die Leipziger rannten sich einen Wolf, ein Tor jeden Falls konnten sie nicht erzielen.

Die Überraschung leitete Toure in der 48. Minute ein indem er mit einem Fernschuß, nach der Art von Dr. Hammer (Bernd Nickel), das 1.:o für seine Mannschaft erzielte. Der gute Leipziger Torwart war ohne Chance gegen diesen Bilderbuchschuß. Sogar das nächste Tor hätte Kostic bald darauf erzielen können und den Deckel auf die Partie machen können.

Der Rückrundenstart der Eintracht war alles andere als Mißglückt, 6 Punkte und ein wieder deutlicher Abstand zum Relegationsplatz. (7 Punkte)

Den Deckel machte dann doch noch Kostic drauf als er in der Verlängerung einen klugen Paß vom eingewechselten Paciencia eiskalt zum 2:o verwandelte.

Im Vorfeld der Partie wurde bekannt, daß der Torwarttrainer Manfred (Moppes) Petz den Verein verlassen wird. Die Position wird von Jan Zimmermann dem Ersatzkeeper übernommen. Gründe für die überraschende Trennung, nach langer Zeit, wurden nicht bekannt. Ein wenig meckern kann man doch noch: Vielleicht gelingt Zimmermann ja den Kevin Trapp bessere Abschläge und Anstöße beizubringen. Seine Schüsse sind zumeist kraftlos und zu kurz. Bitte gezielt daran arbeiten.

Die Eintracht kann jetzt wieder in der Tabelle nach ober schielen, nach unten sollte momentan keine Notwendigkeit mehr sein.

Jetzt stehen Düsseldorf und dann Augsburg auf dem Plan und mit der richtigen Einstellung der Mannschaft sollten diese beiden Aufgaben machbar sein. Man sieht, die Winterpause tat der Mannschaft gut und momentan darf sie sich am regulären Bundesligabetrieb reiben, ohne jede Woche durch halb Europa zu hetzen.

Ich wünschte mir, die Eintracht würde sich als stabiler “Jumbo” in der Bundesliga zeigen und sich nicht in den vielen Europaspielen zersetzen.

Die Vereinbarungen zwischen dem Verein und der Stadt Frankfurt über den Stadionvertrag und den Ausbau sind offensichtlich ebenfalls fast in trockenen Tüchern, also ein guter und solider Start in das Jahr 2020.

Mein Spieler des Tages ist diesmal Almamy Touré der sein Hertz in beide Hände nahm und Leipzig mitten zwischen die Augen traf.

Almamy Touré

Natürlich muß auch Kostic erwähnt werden, der “Dauerläufer” hat es verdient wieder einmal ein Tor zu erzielen. Diesen Spieler darf der Verein nicht ziehen lassen, es gibt keinen Ersatz auf seiner Position.

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DP – Displaced Persons Lager in Frankfurt-Zeilsheim 1945 -1948

Von der Seite der NURINST.ORG übernommen um den interessierten Lesern dieses Blogs dieses weitgehend unbekannte Kapitel  unserer Stadt zu beleuchten.

Judenstern – Kennzeichnung jüdischer Mitbürger in der Öffentlichkeit in  der NS Zeit

Nürnberger Institut für NS Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V. – Nuremberg Institute for Holocaust Studies

NURINST.ORG

Eine selbstverwaltete jüdische Enklave in Frankfurt a. M. 1945–48

9783938286425
141 Seiten, 29 Abb. s/w
22 x 14 cm, Pb.
incl. 1 DVD, 2011
ISBN 978-3-938286-42-5
ANTOGO Verlag

Nachdem die alliierten Armeen Deutschland im Mai 1945 vom Nationalsozialismus befreit hatten, lebten hier nur noch wenige jüdische Menschen. Für sie wurden im Sommer 1945 in den westlichen Besatzungszonen sogenannte Displaced Persons Camps aufgebaut (Einen Überblick über alle DP-Camps und Communities in der US-Zone gibt das Internetlexikon www.after-the-shoah.org). Durch den Zuzug tausender osteuropäischer Juden, die vor Pogromen in ihren Heimatländern nach Westen flohen, mussten weitere Auffanglager errichtet werden. Diese Flüchtlinge hatten sich bei Kriegsbeginn vor den nationalsozialistischen Mördern nach Russland retten können, hatten bei den Partisanen gekämpft oder anderweitig im Untergrund überlebt. Weil die US-Militärregierung den Juden aufgrund ihres besonderen Verfolgungsschicksals eine weitgehende politische und kulturelle Autonomie einräumte, siedelten sich von den in Westdeutschland registrierten 184.000 Juden über 80 Prozent in der amerikanischen Zone an. In den Camps und neu gegründeten Jewish Communities entwickelte sich, mitten im Land der Täter, eine demokratisch verfasste, unabhängige jüdische Gesellschaft, mit eigenen Wohngebieten, Schulen, Ausbildungsstätten, Kultureinrichtungen, politischen Parteien und Sportvereinen.

Entrance
Der Eingang zum DP-Camp Zeilsheim (Foto: Beth Lochame Haghetaot)

Auch im Frankfurter Ortsteil Zeilsheim lebten zwischen 1945 und 1948 durchschnittlich weit über 3.000 jüdische Displaced Persons (DPs). Bereits im August 1945 waren die ersten befreiten KZ-Häftlinge in einfache, ehemalige Zwangsarbeiter-Baracken der Farbwerke Hoechst einquartiert worden. Judah Nadich, US-Militärkaplan und „Special Consultant on Jewish Problems“ besuchte kurz nach Eröffnung dieses erste Notlager. „Ich wurde darüber informiert, dass etwa 150 polnische Juden dort untergebracht waren. Acht Tage später, bei meinem zweiten Besuch waren es schon 250 Juden, davon 80 Prozent aus Polen, der Rest Litauer und Ungarn“, notierte der von US-Präsident Harry S. Truman ernannte Berater. Weitere Unterkünfte wurden dringend benötigt.

Jüdische DPs demonstrieren in der Frankfurter Innenstadt für die Auswanderung nach Palästina. (Foto: Beth Lochame Haghetaot)
Jüdische DPs demonstrieren in der Frankfurter Innenstadt für die Auswanderung nach Palästina. (Foto: Beth Lochame Haghetaot)

Nur wenige Monate später beschlagnahmte die Besatzungsmacht eine angrenzende Werkssiedlung mit über 200 Häusern. Damit gehörte das Camp zu den besseren in Deutschland, wie Rabbiner Nadich berichtete: „Das Erscheinungsbild der Häuser war freundlich. In den Ziegelbaracken konnten pro Raum sechs bis sieben Menschen einquartiert werden. Mit der raschen Zunahme der Bewohner verschlechterte sich allerdings der Wohnkomfort. Die Einrichtung bestand aus Betten mit Matratzen und Decken, einfachen Spinden und einigen Tischen und Stühlen.“

In der rund dreijährigen Existenz kam es im DP-Camp Zeilsheim zu einer Wiedergeburt des osteuropäischen Judentums: Es entstand eine Synagoge, eine Jeschiwa, verschiedene allgemeinbildende und berufskundliche Schulen, ein Kindergarten, eine Bibliothek, zwei Sportvereine, ein Kino und ein Theater sowie ein Jazzorchester. Über das soziale und kulturelle Leben im Lager informierte schon ab Dezember 1945 die jiddischsprachige Zeitung Undzer Mut. Nach nur wenigen Nummern wurde dieses Blatt eingestellt und durch die Zeitung Untervegs abgelöst, die nun als Mitteilungsblatt für alle hessischen DPs diente. Der renommierte jüdische Historiker Arno Lustiger, der im Herbst 1945 in Frankfurt gestrandet war, sammelte in der Untervegs-Redaktion seine ersten schriftstellerischen und journalistischen Erfahrungen. Im polnischen Bendzin geboren, hatte Lustiger die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt.

Das Zeilsheimer Camp war in der jüdischen Selbstverwaltung der Region Hessen-Nassau/Frankfurt organisiert. Das oberste politische Gremium aller fünf Regionalverwaltungen innerhalb der US-Zone, das Zentralkomitee der befreiten Juden, befand sich in München. Hier war auch das „Zentrum für Leibesübungen“ angesiedelt. Mit Sport sollten die an Körper und Psyche verletzten Menschen geheilt werden, wie in einem Aufruf an die jüdische Jugend nachzulesen ist: „Wir haben noch immer die Schrecken des Hungers, der Qualen, des Todes und der Krematorien vor unseren Augen. Darum wollen wir unsere alte Tradition zum neuen Leben erwecken, indem wir durch Sport die Seele zu neuer physischer und moralischer Kraft entwickeln. Wir müssen trachten, unserem Volk gesunde und starke Menschen zu schaffen.“ Dabei spielte neben Leichtathletik, Boxen, Schwimmen oder Turnen der Fußball eine wichtige Rolle.

Fußballer aus dem Camp Zeilsheim (Foto: Privatarchiv S. Hofmann)
Fußballer aus dem Camp Zeilsheim (Foto: Privatarchiv S. Hofmann)

Ab dem Jahr 1946 existierte eine eigene jüdische DP-Fußball-Liga, in der schon bald 81 Mannschaften in acht Ligen um die Meisterschaft kämpften. Zeilsheim war mit dem Verein Hasmonea sowohl in der ersten als auch in der Regional-Liga vertreten. In dieser Gruppe, A-Klasse Rayon Frankfurt genannt, kickte auch die Elf von Hapoel Zeilsheim. Der Erstligist, das Team von Hasmonea, schaffte es im November 1947 sogar bis ins Endspiel um die jüdische Fußballmeisterschaft in der US-Zone. Vor 5.000 begeisterten Zuschauern im Grünwalder Stadion in München verlor Zeilsheim das Finale gegen Ichud Landsberg jedoch deutlich mit 0:3 Toren.

Die facettenreiche und spannende Geschichte der nahezu autonomen jüdischen Enklave Zeilsheim wartete lange Zeit darauf, wissenschaftlich erforscht und dokumentiert zu werden. Dabei konnte auf umfangreiche Archivbestände in amerikanischen und israelischen Archiven zurückgegriffen werden. Zudem leben bzw. lebten noch ehemalige Zeilsheim-Bewohner, die über ihre Erlebnisse und Erinnerungen an dieses vergessene Kapitel der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte berichten konnten.

In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt wurden vier ehemalige Zeilsheim-Bewohner befragt. Aus dem umfangreichen Filmmaterial entstanden Video-Porträts für die neue Dauerausstellung des Museums.

Das Video-Zeitzeugenprojekt wurde in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt sowie dem Fritz Bauer Institut durchgeführt. Gefördert aus Mitteln des Logo Leo Baeck Programm

Das – auch für den Einsatz in der Bildungsarbeit geeignete – Buch von Jim G. Tobias Zeilsheim. Eine jüdische Stadt in Frankfurt mit den Zeitzeugeninterviews (auf DVD) ist 2011 erschienen.

Mit O-Tönen von ehemaligen DPs (u. a. Arno Lustiger) aus unserem Archiv und einem Interview mit Jim G. Tobias produzierte der Hessische Rundfunk 2016 ein Hörfunk-Feature über das jüdische DP- Camp Zeilsheim.

 

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Rudolf Gramlich verliert wegen seiner Nazi-Vergangenheit die Ehren – Präsidentschaft bei Eintracht Frankfurt

 

Den nachfolgenden Artikel heute in der “Frankfurter Neuen Presse” gefunden

Eintracht Frankfurt erkennt seinem früheren Präsidenten Rudolf Gramlich nach einem Bericht der “Bild-Zeitung” posthum die Ehren-Präsidentschaft ab. Diesen Entschluss von Ehrenrat, Verwaltungsrat und Präsidium soll Präsident Peter Fischer bei der Mitgliederversammlung an diesem Sonntag verkünden, berichtet die Zeitung online. Grund seien laut “Bild” Gramlichs Nazi-Vergangenheit und dessen”Zugehörigkeit zum 8. SS – Totenkopfregiment des Hitler-Regimes sowie auch der Erwerb seiner Lederfirma von jüdischen Kaufleuten, die von den Nazis deportiert wurden und umkamen”.

Gramlich war von 1955 bis 1970 Eintracht-Präsident, in seine Amtszeit fiel die einzige deutsche Meisterschaft des Vereins (1959) Die Eintracht-Verantwortlichen haben den Fall Gramlichs Vergangenheit aufgearbeitet und untersucht. dpa

Peter Fischer, Präsident Eintracht Frankfurt

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Was war los im Mittelalter auf der “Frankfurter Gass”? Teil II 17. Jahrhundert

Ein kleiner Auszug von Geschehnissen in der Stadt Frankfurt zwischen 1520 und 1705, wie bei Lersner berichtet berichtet wird.

Teil I – Im sechzehnten Jahrhundert 1607 – 1705

Stadtansicht von Südwesten – Matthaeus Merian der Aeltere

 

1607 – den 21. Jun. Abends zwischen 6. und 7. Uhr hat ein Kutscher mit dreyen Pferden die Galgen-Pfort herein reiten wollen/als er auff die Brücken kommen bricht selbige und fället der Kutscher mit den Pferden in den Stadt-Graben/davon ertrinckt ein Pferd/die übrigen zwey sampt dem Kutscher/seynd lebendig wiederum herauß gezogen worden. In diesem Jahr ist auch eine Arche Diel am Mayn umgefallen/und hat zwey Personen erschlagen.

1614 – den 10. Aug. Als Jacob Paul / Bürger und Schreiner allhier/einen Goldschmits Krahm/so im Römer an der Gerichts-Stiege gestanden/und baufällig gewesen/hinweg gethan/ist darhinter ein von blossen Brettern gemachter Hinterchlag/auch darinnen eine schlechte Thür gestanden/und als er solche eröffnet/ noch eine in die Mauer befaste Thür befunden worden/welche da sie auch eröffnet hat man das daselbst stehende kleine Gewölblein gefunden/welches viele Jahrhundert/durch die daselbst stehende Krähm verdeckt gewesen/und nicht gesehen werden können; in demselben hat man zehn Faß Salpeter gefunden: Dieser Salpeter ist in 8. andere Faß gethan und gewogen worden/so an Gewicht 3711. Pfund oder 37. Zentner und 11 Pfund gewesen/den haben die Zeug – Herrn an andern Ort führen lassen/wann dieser Salpeter und durch wen er in dieses Gewölb/eben in Römer gethan worden/hat man nicht wissen noch erfahren können/sonsten aber die Mutmassung gehabt/weisen die Jahr-Zahl 1526. im Gewölb zusehen gewesen/müste vieleicht zur selben Zeit geschehen seyn.

1615. den 4. Mertz/Hat ein Balbirers Gesell/ welcher sich mit einer Jungfrauen verlobt gehabt/dieselbe aber/weil er darüber heim gezogen/und etwas über die Zeit außgeblieben/sich mit einem andern verheuratet und Hochzeit gehalten/sich dessentwegen also bekümmert / daß er ihm selbst des Nachts/mit einem Scheer-Messer/die Guß-Ader am Hals geöffnet /ud also /gleichwohl eifferig betend 7 Neben seinem Lehr-Jungen/welcher dieser Mordtat nicht gewahr worden/hingefahren/Gottfried/hist.Cronic p.1183

1627 – den 30. Sept. zu Nachts um 10. Uhr / wird auf dem Pfarr-Thurn auff dem Obristen Gang ein grosser fremder Vogel/so von etzlichen vor ein Merch (ex Gefnero) oder Merchel/ein Meer-Vogel in Grösse einer Ganß mit beyden runden Füssen und Schnabel/an Farb dunckel Aschenfarb/so etwan in dem finstern eben wieder den Thurn geschlagen/in den Gang gefallen/geflattert/so geschwind nicht wieder in die Höhe kommen können/ergriffen/wurde etliche Zeil mit Fischen erhalten.

1633 – den 18. Aprill. Auff den Grünen Donnerstag/ist das ordinari Marckschiff von Hanau unter der Brücken untergangen/aber niemand umkommen/viele von den Leuten hatten ein grosses Seil an einem Schiff ergriffen / und kamen die Färber bald zu Hülff.

1642 – den 16. Decemb. Ist ein Wildschwein im Stadt-Graben geschossen worden.

1649 den 27. Jul. Ist eine Miserable Person aus Italien 7 mit Namen Lazanis Colloredo von Genua/seines Alter 27. Jahr allhier in dem Römer zusehen gewesen/welcher seinen Bruder als eine Mißgeburt/an seinem Bauch oder Unterleib/angewachsen/tragen müssen/er an sich selbst ist annehmlicher Gestalt/der ander aber abscheulich zu sehen gewest.

1651 – den 6.Octob. Ist eines Schneiders/Franß Wüstenhöffers Töchterlein/von 9 1/2 Jahr/so Kerig vor das Eschenheimer-Thor getragen/in den Stadt Graben gefallen darinnen ertruncken/allwo 14.Tag zuvor auch ein Mägdlein von 6. Jahren ertruncken gewesen/bald darauff ist noch ein Mägdlein/am Fischerfeld ertruncken/also daß in drey Wochen drey Mägdlein elendig im Schlam ums Leben kommen sind.

1658. Haben Ihro Kays. Maj. etlich mal unter der Wunder-grossen Haselnußstauden Taffel gehalten: Dieser sonderbarer übergrosser Wunder-Baum stunde in des damalig vonehmen Kauffmanns Jacob du Fay Garten/welcher anjetzo Hn. von Compoing gleichfals vornehme Kaffmann gehöret/und heut zu Tag noch zu sehen ist: Die Höhe von dieser Staude /wie auch die Breite übertrifft die gröste und stärckeste Eichbäume/und ist dessen Höhe über die 87. Werck-Schuh/also daß der Stamm bis an die Aeste 36. die übrige Höhe aber von Anfang der Aesten biß in die Spitze 51. Werk-Schuh reichet/die Dicke unten bey der Erden ist in der Runde fünff und eine halbe Frankfurter Ehl.

1665. Auf den Pfingst-Montag /ist Hern Georg Becks /sampt Weib und Kinder mit Kutsch und Pferd/in den Eschenheimer Graben gefallen/davon der Vatter sampt zweyen Kindern ersoffen.

1687. den 22 Jan. Seynd drey betagte Bürger und Schröder im Narren-Hauß ersticket.

1693. den 28. Mertz/ist Conradus Adamus Müller von Alsfeld/durch Herrn Johann Erasmus Seyffart von Kletenberg Doct.Comitem Palatinum & Scabinum allhier/nach vorhergegangenem Examine, in Beysein Herrn D. Textors Syndici Primarii und Herrn Doctor Jüncken/auff gethane Difputation de Contractibus, zu einem Doctore Juris creiret worden/darbey thate der Hern Praefes eine schöne Oration de Venatione, und der Candidatus beschlosse den Actum mit einer Oration.

1693. den 27.Octob. Fället ein Mann von der Brücken in den Mayn/dieser ware Unpaß/bekonmet auff der Brücken in Ansehung des Mayns/einen Schwindel/darüber er hinunter gefallen/jedoch glücklich falviret/und ist ihm der Schwindel vergangen.

1695. den 1. Jul Danzte ein Tag-Löhner/so auß der Pfalz gebürtig/von Ober-Osten/ auff der Allerheiligen Gassen in einem Wirtshauß im Dantzen bleibt ihm einsmahls der Athem auß/daß er tod zur Erden nieder gefallen/er hatte von jederman das Zeugnuß daß er ein stiller frommer Mensch gewesen.

1697. den 2. September. Wird ein Italienischer Sprachmeister theils wegen Schulden/theils wegen anderer liederlicher Händel in Römer gefordert/alldar condemniret in das Narren-Haus zu gehen/ da er nit fortgehen wolte/hat ihn ein Reifträger auf seinen Stoß-Karn gesetzt/und also zu dem Narren-Haus geführet/allwo er 2. Stund gesessen/nochmals mit sechs Musquetirern und zweyen Richtern dem Bockenheimer Thor hinaus verwiesen worden.

 

 

 

 

 

 

 

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Gaffer verliert sein Lieblingsspielzeug – Handy beschlagnahmt

Einem uneinsichtigen Gaffer, er filmte einen hilflosen am Boden liegenden Mann, dieser wurde ärztlich versorgt, nahm die Polizei sein Handy weg, weil er trotz mehrerer Ermahnungen nicht aufhörte die hilflose Person zu filmen.

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Frankfurter Hauptbahnhof wird umgebaut

Frankfurter Hauptbahnhof

 

Endlich soll es losgehen mit dem Umbau. Der Hauptbahnhof bekommt bis 2024 eine neue B-Ebene und der Bahnhofsplatz soll auch umgebaut und verschönert werden.

Täglich benutzen den Sackbahnhof etwa eine halbe Million Fahrgäste. Vor allem auf den Flächen, die zu den Fern- und Regionalzügen führen, ist das Gedrängel groß. Um die Reisenden besser zu verteilen, will die Bahn eine neue Verteilerebene im Untergeschoß des Bahnhofs einziehen. Von der S-Bahn kommend können Reisende dann unterirdisch bis zu den Fernzügen laufen. Rolltreppen und Treppen führen dann vom Eingangsbereich des Bahnhofs in die Verteilerebene. Auch die B-Ebene wird umgestaltet. Neben den geplanten Verschönerungsarbeiten werden auch 5 Zugänge zur B – Ebene geschlossen um die Rückzugsorte für Drogenkonsumenten zu reduzieren. Alles in Allem wird es wohl noch bis Ende 2024 dauern bis die Arbeiten abgeschlossen sind.

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Heinz Herbert Karry – 1945 deportiert von den Nazis -getötet 1981 von -Terroristen

Heinz-Herbert-Karry

 

Der 198 in seinem Haus in Frankfurt Seckbach ermordete Wirtschaftsminister und FDP Politiker Heinz Herbert Karry, wurde am 21. Januar 1945, also kurz vor Ende des Krieges, vom Nazi – Regime in Deutschland zur Zwangsarbeit in den Harz deportiert.  Zusammen mit ihm etwa 70 Männer und Jugendliche aus dem Gestapobereich Hessen-Nassau, sogenannte “jüdische Mischlinge”.

Alle wurden glücklicherweise am 11. April 1945 von der US-Armee befreit.

Die Nazis hatten im Herbst 1944 im gesamten Reich damit begonnen, auch als “Mischlinge I. Grades” bezeichnete Halbjuden in Deportationen einzubeziehen. Heinz Herbert Karry war einer von den Deportierten. Karrys Vater, ein jüdischer Färbermeister, wurde in ein KZ deportiert und überlebte die NS – Tötungsmaschinerie.

Der 61 – jährige Karry wurde am11. Mai 1981 in seinem Haus im Frankfurter Stadtteil Seckbach im Schlaf erschossen. Es gab zwar ein Bekennerschreiben der revolutionären Zellen, deren Täterschaft konnte allerdings niemals nachgewiesen werden. Seine Mörder wurden nie gefasst.

 

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Besucher in Frankfurt aus aller Welt (November 2019)

Rekordkurs hält an

Es war ein starker Monat, und so geht der November mit 963.069 Übernachtungen (+ 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und 547.245 Übernachtungsgästen (+ 6,3 Prozent) als der bisher besucherreichste November in die Statistik ein. Der Monat wurde von einem guten Tagungs- und Corporate Geschäft sowie weiterhin ansteigendem Privatreisemarkt geprägt. Die Messen „CPhI Worldwide“ und die ‚Formnext‘ trugen zum positiven Ergebnis bei.

Insgesamt konnten von Januar bis November 9,9 Mio. Übernachtungen (+ 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und 5,7 Mio. Übernachtungsgäste (+ 4,4 Prozent) gezählt werden. Die durchschnittliche Verweildauer stieg auf 1,74 Tage an. Hinsichtlich der Übernachtungen behielten der Inlandsmarkt (+ 7,3 Prozent) als auch der Auslandsmarkt (+ 3,9 Prozent) ihre positive Dynamik bei. 44 Prozent aller Übernachtungen fanden durch ausländische Gäste statt und 56 Prozent durch Gäste aus Deutschland. Bezogen auf die Gästeübernachtungen präsentiert sich Frankfurt damit wiederum als eine der internationalsten Städte Deutschlands. Es ist absehbar, dass Frankfurt im Jahr 2019 zum zweiten Mal nach 2018 die 10 Mio.-Marke bei den Übernachtungen überschreiten wird.

Die Bettenauslastung lag bei 49,6 Prozent, was einer tatsächlichen Zimmerauslastung von ca. 69 Prozent entspricht, wobei die Gesamtanzahl der Betten auf 59.902 stieg (+ 7,7 %). Die Anzahl der Beherbergungsbetriebe ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 297 auf 312 angestiegen.

Darüber hinaus möchten wir Sie auf folgende Werte aufmerksam machen:

• Der größte ausländische Markt USA wuchs um 8,5 Prozent auf 650.431 Übernachtungen.

• Die größten europäischen Auslandsmärkte entwickelten sich stabil zum Vorjahreszeitraum: Spanien (+ 10 Prozent), Frankreich (+ 2,5 Prozent), Italien (+ 2,1 Prozent). Großbritannien (+ 2,7 Prozent) konnte wieder seinen Platz als zweitgrößter Quellmarkt hinter den USA einnehmen.

• Wichtige Zukunftsmärkte zeigten weiterhin unterschiedliche Entwicklungen: Während die Arabischen Golfstaaten (- 11,2 Prozent) weiter verloren, wuchsen Indien (+ 7,5 Prozent), Brasilien (+ 20,3 Prozent), Russland (+ 10,6 Prozent), Türkei (+ 19,8 Prozent) und Polen (+ 20,2 Prozent) zeitgleich überdurchschnittlich.

• Große Überseemärkte aus Asien wie China (- 2,3 Prozent) und Korea (- 2,9 Prozent) verzeichneten Verluste oder stagnierten wie Japan (+ 1,7 Prozent) auf hohem Niveau.

• Die südosteuropäischen Märkte entwickelten sich unterschiedlich mit: Bulgarien (+ 13,9 Prozent), Ukraine (+ 44,6 Prozent), Rumänien (+ 4,9 Prozent), Slowenien (- 14,05 Prozent), Ungarn (- 2 Prozent).

© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Gäste-undÜbernachtungszahlenNovember2019
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